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Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 03:17 Uhr

protest : Der Bolzplatz soll bleiben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Trotz Einwände und Bedenken von Eltern und Kindern beschließt die Gemeindevertretung, an der Langkoppel Baugrundstücke auszuweisen. Die Hälfte des Spielplatzes soll weichen, für den Bolzplatz soll eine Ausweichfläche gesucht werden.

„Wir wollen den Bolzplatz behalten“ – das stand auf den Plakaten, die auf der Gemeinderatssitzung am Mittwoch im Ratssaal hochgehalten wurden. Sieben Kinder waren gekommen, weil ein neuer Aufstellungsbeschluss für den Spielplatz am Ende der Langkoppel, östlich der Altenholzer Straße, auf der Tagesordnung stand. Geplant ist, rund die Hälfte der Fläche in zwei, vielleicht drei, Baugrundstücke umzuwandeln. Der Grund: Bevor die Gemeinde ein neues Baugebiet im Außenbereich ausweisen kann, ist sie angehalten, alle Möglichkeiten für eine Nachverdichtung zu prüfen. Der betroffene Spielplatz soll dafür aufgewertet werden. Für den Bolzplatz soll eine andere Fläche im Gemeindegebiet gesucht werden.

Die Kinder, einige Eltern und Anwohner nutzten die Einwohnerfragestunde, um die Planung zu hinterfragen. „Wir gehen da oft hin“, erklärte Matti (10). Mutter Britta Scheinpflug bestätigte: „Es ziehen immer mehr junge Familien in das Gebiet an der Langkoppel. Der Bolzplatz würde definitiv fehlen, das wäre schade.“ Der Abenteuerspielplatz sei gerade in Kombination mit dem Fußballplatz so reizvoll und werde von Kitas, Schulen und den „Schlauen Füchsen“ oft besucht, berichtete eine Anwohnerin.

Ein weiterer Bürger bemängelte fehlende Vorabinformationen zu dem Thema durch die Verwaltung und fürchtete, dass alle Einwände vielleicht schon zu spät kämen. „Besteht denn überhaupt noch die Möglichkeit, dass der Bolzplatz an dieser Stelle bleibt?“, fragte Niklas (9) vorsichtig nach. „Das ist nicht ausgeschlossen“, antwortete Bürgermeister Carlo Ehrich (SPD) und erklärte, dass alle eventuell betroffenen Einrichtungen und der Jugendbeirat sehr rechtzeitig informiert worden seien.

Für Einwände sei es keinesfalls zu spät, beruhigte Bürgervorsteher Wolfgang Weiß (SPD). Der Aufstellungsbeschluss sei nur ein erster Schritt, um weiter planen zu können, ergänzte Ingo Baasch (SPD).

Aber auch unter den Gemeindevertretern waren die Meinungen dazu, den Bolzplatz aufzugeben und dafür drei Grundstücke zu gewinnen, nicht einheitlich. Dr. Heide König (parteilos) forderte, lieber den Spielplatz so zu erhalten als an dieser Stelle nachzuverdichten.

Gemeindevertreterin Claudia Ulrich (Grüne) erklärte, dass es doch weit mehr Nachfragen gebe, als nur für drei Grundstücke und zweifelte an dem Kosten-Nutzenverhältnis des Vorhabens. Dieter Jessen (Grüne) ist dagegen, die Grünfläche aufzugeben. Mit 19 Ja- und drei Nein-Stimmen endete die Abstimmung der Gemeindevertretung schließlich für den Aufstellungbeschluss.

Informationen über die Tagesordnungspunkte aller öffentlichen Sitzungen samt ausführlichen Vorlagen und Anträgen finden sich im Ratsinformationssystem des Gemeinde unter: www.altenholz.de oder direkt ris.altenholz.de









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