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Der alte Campus fällt: Neues Wohnen auf dem FH-Gelände

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

GWU hat mit dem Abriss der Bestandsgebäude begonnen / 100 neue Wohnungen in Geschossbauweise

von
erstellt am 12.Nov.2014 | 06:59 Uhr

Das Gelände des politisch abgewickelten ehemaligen Fachbereichs Bauwesen der Fachhochschule Kiel strahlt Ruhe aus. An den Gebäuden nagt der Zahn der Zeit, die parkähnliche Grünfläche im Süden und Osten mit dem alten Baumbestand verwandelt sich allmählich in ein kleines Biotop. Die teilweise aufgebauten Absperrgitter sollen den Zutritt Unbefugter verhindern.

Und das ist auch geboten, denn das Gemeinnützige Wohnungsunternehmen (GWU), das Grundstück und Gebäude im Dezember 2011 für 1,3 Millionen Euro vom Land gekauft hat, hat dort bereits mit den Abbrucharbeiten der Gebäude begonnen. Bis auf das seit 1995 unter Denkmalschutz stehende Hauptgebäude aus den 50er Jahren mit dem markanten, lichtdurchfluteten Zeichensaal werden die übrigen vier Gebäude des früheren Campus abgerissen – die Verwaltung, das Bürogebäude, die Materialprüfanstalt und der Große Hörsaal. Dadurch wird Platz geschaffen für die rund 100 Wohnungen. Die sollen ausschließlich im östlichen Teil des Grundstücks entstehen, so dass der parkähnliche Landschaftsraum im Westen erhalten bleibt. Angedacht sind zehn zwei- bis dreigeschossige Wohnbauten mit insgesamt rund 100 Mietwohnungen. So sieht es der Entwurf des aus dem Architekturwettbewerb als Sieger hervorgegangenen Büros Hahn aus Kiel vor. Genau diese Rücksichtnahme auf den Grüngürtel sei auch mit ausschlaggebend für den Wettbewerbssieg gewesen, sagte GWU-Geschäftsführer Dr. Stephan Seliger gestern auf EZ-Anfrage. Sechs Büros hatten sich beteiligt.

Die 100 Wohnungen zwischen einem und vier Zimmern werden in bis zu dreigeschossigen Wohnhäusern entstehen, der Fokus ist aufgrund der großen Nachfrage im Zwei- und Drei-Zimmer-Segment angesiedelt, sagte Seliger. Das GWU achtet auf eine auch sozial ausgewogenen Verteilung der Wohnungen zu jeweils einem Drittel im ersten Förderweg für eine Kaltmiete von 5,20 Euro pro Quadratmeter, im zweiten Förderweg für sieben Euro pro Quadratmeter und frei finanziert für 8,50 Euro. „Wir hoffen, dass der Bebauungsplan nächstes Jahr im Sommer fertig ist und wir dann die Bauanträge stellen können“, sagte der GWU-Chef.

Das GWU selbst wird mit seiner Zentrale vom Saxtorfer Weg in den Lorenz-von-Stein-Ring umziehen und etwa ein Drittel des Gebäudes belegen. Die übrigen zwei Drittel sollen von einem externen Dienstleister für ambulant betreutes Wohnen genutzt werden.

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