zur Navigation springen

Unterricht in der Natur : Den Wald mit all seinen Sinnen erleben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Rund 260 Grundschüler waren bei den 31. Jugendwaldspielen im Hüttener Forst dabei. Von den Förstern lernten sie viel über die Tier- und Pflanzenwelt.

Ganz genau zuhören mussten die Viertklässler, um bei den Erläuterungen der Förster nichts zu verpassen. Denn nachher galt es, knifflige Fragen rund um die Tier- und Pflanzenwelt des Hüttener Forsts zu beantworten. Zwölf Schulklassen aus Eckernförde, Rendsburg, Holtsee, Borgstedt, Ascheffel, Waabs, Altenholz und Büdelsdorf mit mehr als 260 Schülern waren gestern bei den 31. Jugendwaldspielen dabei. Organisiert wird dieser Unterricht im Freien von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und des Schleswig-Holsteinischen Landesforsten. Finanzielle Unterstützung kommt von der Eckernförder Bank.

In jedem Jahr werden Viertklässler in den Wald geschickt, um an verschiedenen Stationen allerlei Neues über die Natur zu lernen. „Zwölf Klassen aus neun Schulen machen mit“, sagte Revierförster Thomas Kahn. Vier Klassen hätten leider kurzfristig abgesagt“, bedauerte er. Hier hätte es Probleme beim Transport der Schüler nach Hütten gegeben. Denn bei den Klassen, die gestern den Weg in den Forst fanden, gab es reichlich Unterstützung von der Elternschaft für die Aktion. Nicht nur beim Fahrdienst, auch bei dem Spaziergang durch den Wald, waren Mütter und Väter bereit, den Lehrkräften zu helfen.

Im Klassenverband galt es eine vorgegebene Strecke im Wald abzulaufen und an mehreren Stationen sein Wissen rund um heimische Tier- und Pflanzenarten, zum Umweltschutz und zum richtigen Verhalten in der Natur unter Beweis zu stellen. Um möglichst viele Punkte zu sammeln, mussten die Schüler den Wald mit all ihren Sinnen erleben. So wollten Tiere, Bäume und Sträucher richtig benannt und ihren Besonderheiten zugeordnet werden. Aufgestellte Geweihe mussten sie dem Rehbock, Damhirsch und Rothirsch zuordnen. An der Form der Blätter und der Rinde sollten die Baumarten erkannt werden. Viele der Förster sind schon seit etlichen Jahren bei den Jugendwaldspielen dabei. Jörn Winter aus der Försterei Bordesholm macht mit, wenn Thomas Kahn zu dem Projekt ruft. „Die Kinder sind die Entscheidungsträger von morgen“, sagt er. Daher sei es so wichtig, ihnen die Natur näher zu bringen. Ob heute oder vor 20 Jahren, die Kinder hätten sich nicht verändert. Die Jungs und Mädchen aus der Grundschule Hüttener Berge, die er in diesem Jahr durch den Wald führe, seien sehr fit und interessiert. „Es holte auch keiner sein Smartphone heraus“, so Winter.

Mit gleich 33 Kindern war die Grundschule Borgstedt vor Ort. Eine von ihren war Selina Schröder: „Hier im Wald ist es nicht so heiß, freute sich die Schülerin. Auch ihre Mitschülern Anna Sophie fühlte sich wohl unter dem Blätterdach:„Ich genieße die Stille und Ruhe hier im Wald.“

Gut unterhalten wurden die Kinder auch wieder beim Unhold. Marco Schröder spielte den rauchenden und lärmenden Camper, der überall seinen Müll hinwarf. „Das ist verboten“, riefen alle und packten dann beim Aufräumen mit an.


Karte
zur Startseite

von
erstellt am 23.Mai.2014 | 07:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen