vision : Den Naturpark mit Leben füllen

Um den Naturpark Hüttener Berge noch besser nutzen zu können, sollen das Informationssystem und die Radwege verbessert werden.
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Um den Naturpark Hüttener Berge noch besser nutzen zu können, sollen das Informationssystem und die Radwege verbessert werden.

Der Kreispräsident Lutz Clefsen ist zu Gast bei der Mitgliederversammlung des Vereins Naturpark Hüttener Berge. Im Amt bestätigt wird der Vorsitzende Hans-Claus Schnack.

shz.de von
06. Juli 2015, 04:34 Uhr

Weiterentwicklung und Verbesserung standen im Fokus der Mitgliederversammlung des Vereins „Naturpark Hüttener Berge “ in Lehmsiek. Die Mitglieder und Gäste hörten zu Beginn der Veranstaltung ein Kurzreferat von Kreispräsident Lutz Clefsen, der die Bedeutung der Naturparks hervorhob. Die Ursprungsidee war, den Schutz der Natur, die Nutzung und die Erholung zusammenzubringen, erinnerte Clefsen. „Die Verantwortung dafür muss in der Region liegen, da die Menschen vor Ort am besten wissen, was gut ist“, so der Kreispräsident weiter. Die Gäste, die in die Hüttener Berge kämen, erwarteten sanfte Erholung. Dafür sei nötig, die Hülle aus bunten Schildern und Informationen weiter mit Leben zu füllen, erläuterte Lutz Clefsen die Sicht des Kreises. Dazu gehörten unter anderem sowohl eine bessere Information im Bereich der Gastronomie als auch eine intakte Infrastruktur mit befahrbaren Radwegen.

Den letzen Punkt nahm Andreas Betz, Direktor des Amtes Hüttener Berge, dankbar auf. Stellvertretend für die vielen Straßen und Radwege im schlechten Zustand brachte er die Kreisstraße 2 bei Bünsdorf in die Diskussion: „Sollen wir unsere Kinder und die Touristen auf der Landesstraße fahren lassen?“, brachte Betz das Kernproblem überspitzt auf den Punkt. Clefsen, dem die Probleme bekannt sind, versprach, diese weiter zu verfolgen und hofft gleichzeitig auf finanzielle Hilfe vom Land. Alleine könne der Kreis die enormen Kosten der Infrastruktur-Sanierung nicht tragen.

Jedoch habe der Naturpark auch viele gut funktionierende Projekte, die weiterentwickelt werden müssten, erläuterte der Vereinsvorsitzende Hans-Claus Schnack nach der Diskussion. „Wenn wir viele ehrenamtliche Helfer haben, die sich einbringen, haben wir auch viele gemeinsame Ideen, die wir anpacken können“, zeigte sich Schnack überzeugt. Der Vorsitzende nutzte den Besuch des Kreispräsidenten auch, um die Bedeutung der Fördermittel hervorzuheben. „Momentan können wir die Unterhaltung der Beschilderung gerade noch mit Freiwilligen bewältigen“, wünschte sich Schnack für die Zukunft ein verbessertes Fördersystem mit Mitteln zur Erhaltung und Pflege.

Ideen für den Ausbau bestehender Projekte gibt es viele. Thomas Kahn, Förster im Revier Hütten, schlug neben Reitwanderungen auch den Aspekt der Kultur vor. So könne er sich Musikverantaltungen in den Hüttener Bergen vorstellen. Sein Brekendorfer Kollege, Förster Rainer Mertens, sah unterdessen auch großes Potenzial bei den Einheimischen selbst: „Die Begeisterung und das Engagement der Bewohner in den Dörfern muss in den Naturpark integriert werden. Das merken dann auch die Gäste.“

An Kontinuität dafür wird es im Naturpark-Verein nicht mangeln. Einstimmig wurde Hans-Claus Schnack für drei weitere Jahre im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Auch Beisitzerin Karola Sieh-Petersen und Schriftführerin Bettina Badberg-Schroeder werden ihre Aufgaben nach Wiederwahl weiterführen. Als nächstes großes Projekt soll ein Wanderweg zwischen Bünsdorf und Haby entstehen, um die Idee eines Rundwanderwegs um den Wittensee weiter voranzubringen. Die Feinheiten müssten jedoch noch mit den Flächeneigentümern und der Managementplanung des FFH-Gebietes Wittensee abgestimmt werden, so Schnack.


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