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Eckernförder Zeitung

21. Oktober 2017 | 07:22 Uhr

Rauteck : Den Kinderschuhen entwachsen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zwölf Mitbegründer des ehemaligen Schülerunternehmens Rauteck wagen den Schritt in die Professionalität und gründen die Rauteck e.G.

Eckernförde | Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist: Vor nicht allzu langer Zeit als Schülerunternehmen im Rahmen eines Schulprojekts gegründet, ist nun der Wandel in die Professionalität vollzogen worden. So wurde am vergangenen Sonnabend durch die zwölf Unterschriften von Philip Letixerant, Ragna Jebsen, Lina Figura, Jörn-Meno Holler, Laura-Sophie Lehmann, Anne Sehmann, Hannah Dietrich, Bjarne Astor, Bjarne Klockemann, Leon Fischer, Jon-Vincent Drewes und Bendix Sibbel die Gründung einer Genossenschaft und damit der Fortbestand des Unternehmens „Rauteck“ gesichert. Allerdings jetzt mit der Ergänzung „eingetragene Genossenschaft“.

Knapp über 100 Tage ist es her, dass die damals noch 24-köpfige Mannschaft der Jungmannschule als Europas beste Schülerfirma für die Idee, aus den Schnallen ausgedienter Auto-Sicherheitsgurte simple Flaschenöffner herzustellen, prämiert wurde. Bestärkt durch die Jury, Rauteck weiterzuführen, fanden sich zwölf Schüler aus der Ursprungsmannschaft, die den Kinderschuhen entwachsen und professionell in das Geschäft einsteigen wollten. Für die Realisierung dieses Vorhabens fanden die Jugendlichen kompetente Unterstützung durch das Steuerberatungsbüro Sörensen – schließlich musste ja eine Rechtsform, die den Rahmen der Möglichkeiten neben entsprechender Flexibilität bietet, gefunden werden. Die anfänglichen vielen Fragen und Details zu der Firmengründung wurden mit Joachim Burgemeister, Gründungsberater vom Genossenschaftsverband, geklärt.

„Wir wollten natürlich rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft präsent sein“, erläuterte Jon-Vincent Drewes, der neben Bendix Sibbel gleichberechtigter Geschäftsführer der Rauteck e.G. ist. Ihre Unternehmertätigkeit läuft aktuell nach wie vor neben der täglichen Schule ab, da bei allen aber zunächst das Abitur vor der Tür steht, ist es nur logisch, dass die Produktionsanteile ausgelagert werden, wie aktuell in die Werkstätten von Kompass 98.

War das Ursprungsmodell nur die einfache Schnalle, hat sich das Produkt durch einen Holzgriff ergänzt zum Förde-Öffner weiterentwickelt und ist aktuell auch mit Metallgriff in der sogenannten Gastro-Version erhältlich. In gewohnter Rauteck-Philosophie trägt auch diese neue Variante dem ursprünglichen Gedanken der Nachhaltigkeit Rechnung, indem Teile dafür aus Aluminiumabfällen der Firma Punker mittels Laserschnitt maßgenau hergestellt werden. Fast logisch war dann die Ergänzung durch Taschen in verschiedenen Größen aus robustem Gurtmaterial, fiel das Material dafür bei der Beschaffung der Metallschnallen automatisch an.

„Gedanken machen wir uns jetzt natürlich über die Vertriebswege. Wir möchten die bisherigen Partner in Eckernförde gerne beibehalten und auch weitere hinzugewinnen“, so Drewes. Auch gibt es schon die ein oder andere Idee für neue Produkte: „Da entwickeln wir aber noch“. Auch wenn der Vertrieb noch nicht komplett steht, über Internetbestellung sind die Produkte schon erhältlich. Wer dann eine persönliche Gravur auf Gastro- oder Förde-Öffner haben möchte, erhält dies gegen einen kleinen Aufpreis.


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