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GROSSE JUBILÄUMSFEIER IN BORBY : Den Anfang hat Tante Ellinger gemacht

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

„Wir werden 90“ – unter diesem Motto feiert der evangelische Kindergarten Borby am 11. Juni sein 60-jähriges Bestehen und sein 20 Jahre „junges “ Gebäude. Das Familienzentrum wurde vor zehn Jahren gegründet.

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erstellt am 08.Jun.2016 | 06:20 Uhr

Eckernförde | Eine große Jubiläumsfeier steht in der Kirchengemeinde Borby an. Unter dem Motto „Wir werden 90“ feiern der evangelische Kindergarten Borby am Sonnabend, 11. Juni, sein 60-jähriges Bestehen und das evangelische Familienzentrum Eckernförde im Saxtorfer Weg sein zehnjähriges Bestehen. Die Räumlichkeiten der Kita in der Norderstraße werden 20 Jahre alt. Von 11 Uhr bis in den Abend haben die Organisatoren ein vielfältiges Programm zusammengestellt.

Auf dem großzügigen, gerade neu gestalteten Außengelände läuft ein kleiner Bach den Hügel hinunter und lädt zum „Matschemachen“ ein. Neben klassischen Spielgeräten, wie Schaukel und Rutsche, haben die Jungen und Mädchen der evangelischen Kita viel Platz zum Toben. Betritt man das Gebäude um die Mittagszeit, kommt einem bereits der Geruch von frisch gekochtem Essen entgegen. „Heute gibt es Lasagne“, verraten zwei kleine Steppkes, bevor sie nach draußen verschwinden. 85 Kinder werden in dem großzügigen Gebäude in drei Regelgruppen, einer Krippengruppe und einer Integrationsgruppe von 14 Erzieherin, einer Heilpädagogin und einer Sozialpädagogischen Assistentin betreut.

In 60 Jahren hat in der Borbyer Kinderbetreuung, sowohl pädagogisch als auch räumlich, eine riesige Entwicklung stattgefunden. Ilse Scholau hat von 1952 bis 1959 ein Album über die Anfänge der Kinderbetreuung in Borby geführt. Zunächst wurden rund 30 Kinder an drei Vormittagen in der Woche in einem Haus des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers und späteren Flüchtlingslagers im Louisenberger Lager von Tante Ellinger, einer Mitarbeiterin vom Heimat-Lotsen-Lagerdienst, betreut. 1956 ist die Kirchengemeinde Borby erstmals in Zusammenhang mit einem Kindergarten in den Aufzeichnungen zu finden. In der Osterzeit beziehen die Kinder einen Raum im Gemeindehaus. Die Kirchengemeinde stellt die erste Erzieherin ein, die von Pastor „Onkel“ Stengel unterstützt wird.

Nicht nur die jetzigen Räumlichkeiten und die Betreuungszeiten unterscheiden sich massiv vom Kindergarten aus dem 60er Jahren, auch in dem pädagogischen Konzept hat sich sehr viel getan. „Früher gab es einen klar strukturierten Kita-Alltag“, erklärt Ute Heyn, Leiterin des Kindergartens, „heute haben die Kinder viel mehr Raum zur Selbstätigkeit und Selbstbestimmung.“ Habe früher stets die Gruppe im Fokus gestanden, sei es heute das einzelne Kind. „Die individuelle Entwicklung wird gefördert“, so Pastor Rainer Kluß. Im Vergleich zu früher werden heute die Eltern viel stärker einbezogen. Das trifft auch für die Feierlichkeiten am Sonnabend zu. „Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir dieses Fest so gar nicht feiern“, bestätigt Tatjana Krüger, Koordinatorin des Familienzentrums, das sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Flexible Nachmittagsgruppen für Kinder werden auch im Familienzentrum angeboten – Kindergarten und Familienzentrum arbeiten sehr eng zusammen.

Dankbar sind die Mitarbeiter beider Einrichtungen für das hohe ehrenamtliche Engagement der Helfer. Ein Dank gebühre auch der Stadt, so Kluß. „Wir sind uns sehr wohl bewusst, dass ohne die Unterstützung der Stadt der Kindergarten in der Form nicht möglich wäre.

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