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Eckernförder Zeitung

15. Dezember 2017 | 00:18 Uhr

Lernort Natur : Dem Wild auf den Fersen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Infostationen im Wald: Hegeringe acht und neun machen die Natur zum Lernort für Grundschüler. Die Schule am Nord-Ostsee-Kanal verteidigt den Pokal.

von
erstellt am 05.Sep.2013 | 17:40 Uhr

Mit leisen Schritten wird sich der Beute genähert. Vorsichtig, Tritt für Tritt, geht es über das Laub bis zu einer Position, aus der man besser zielen kann. Stets darauf bedacht, keine trockenen Äste zu betreten und Geräusche von sich zu geben. Das Wild darf eine nicht bemerken, denn sonst rennt es weg und die Jäger können ihren Auftrag nicht erfüllen. Doch was muss beim Anpirschen an die Beute noch beachtet werden? Eine Frage, die der Jäger Klaus Dettmann Donnerstagmorgen den Kindern der Grundschulen aus dem dänischen Wohld stellte.

Zum 17. Mal organisieren die Hegeriege acht und neun der Kreisjägerschaft Rendsburg-Eckernförde die Veranstaltung „Lernort Natur“. Hierbei wurden die Kinder der vierten Klassen aus Surendorf, Schinkel, Neuwittenbek, Gettorf und Osdorf in Gruppen eingeteilt und auf einen Parcours durch das Hegelehrrevier Grönwohld geschickt. An insgesamt 18 Stationen wurde ihnen Wissen über die Natur vermittelt, das Erlernte mit einem Fragebogen an jeder Station abgefragt. Die Klasse, die zum Schluss die meisten Fragen richtig beantwortet hatte, bekam als Sieger den Wanderpokal – die Dammschaufel.

„Man muss auch auf den Wind acht geben“, erklärte Paul Schirrmacher auf die Frage von Klaus Dettmann. Ein Jäger müsse sich immer so hinstellen, dass der eigene Körpergeruch nicht in die Richtung der Beute wehe. Der Grundschüler aus Schinkel hörte aufmerksam den Worten des Jägers zu. Der Fragebogen am Ende war für ihn ein Kinderspiel: „Man ist das einfach“, sagte er laut. Auch sein Klassenkamerad Jasper Barelmann hatte kein Problem mit dem beantworten der Fragen. Der Tag in der Natur war für ihn eine gelungene Abwechslung zu dem Schulalltag: „Einmal im Jahr ist das echt schön, aber öfter wäre wohl zu viel“, gab der Grundschüler zu.

Auch Marten Anhalt von der Grundschule Gettorf freute sich über das etwas andere Lernprogramm. „Ich freue mich, mal wieder im Wald zu sein. Von mir aus kann es so etwas öfter geben.“ Seine Gruppe hat bei der Station einige neue Dinge über das Holz erfahren. „Könnt ihr euch vorstellen, welcher Nadelbaum im Winter sein Laub verliert?“ fragte Dieter Appel. Er hatte von zu Hause verschiedene Holzabschnitte mitgebracht und zeigte den Kindern unter anderem damit die unterschiedlichen Rindearten. „Ich komm nicht drauf“, gestand Marten. Zwar habe er das schon mal gehört, aber nun falle es ihm nicht ein. „Es ist die Lärche“, verriet Appel. An seiner Station gab es nicht nur Holzstücke zu betrachten. Sein Welpe Lotta brachte ihm am Vormittag wohl die meiste Aufmerksamkeit.

Eifrig zogen die Kinder von Station zu Station. Im Ziel angekommen, gab es für jeden etwas zu essen, bevor die große Siegerehrung losging. Der Landesjagdverein hatte zusammen mit der Kreisjägerschaft Grillgut und Trinken gesponsert. Auch die ehrenamtlichen Helfer wurden versorgt. „Wir sind allein 36 Helfer an den Stationen, dazu kommen noch die Grillmeister“, erklärte Sorka Eixmann. Gemeinsam mit Christoffer von Dollen, Leiter des Hegelehrreviers, und Hartwig Hardell hatte sie die Veranstaltung organisiert. Sie freuten sich, am Ende des Vormittags dem Vorjahres-Sieger, der Grundschule Schinkel, erneut zum Sieg gratulieren zu können.

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