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kennenlernen und austausch : Dem Fußballnachwuchs fehlen Mädchen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die SHVF-Stützpunktschule Grund- und Gemeinschaftsschule Eckernförde richtete am Dienstag das erste Turnier der Stützpunkt- und Leistungsschulen des SHVF aus. Mangels Mädchen spielte die Mannschaft der GGS außerhalb der Wertung.

Erst seit drei Monaten ist die Grund- und Gemeinschaftsschule (GGS) Eckernförde eine zertifizierte Stützpunktschule des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV), und doch hat sie gestern erstmals ein Turnier aller Stützpunkt- und Leistungsschulen des Landes ausgerichtet. Fünf Mannschaften aus Marne, Schönberg, Burg/Dithmarschen und St. Michaelisdonn nahmen neben den Eckernfördern an dem Weihnachtsturnier in der Wulfsteert-Sporthalle teil. Die Idee stammt von Matthias Daniel, Sportlehrer an der GGS, der den Fußballnachwuchs der Stützpunktschule neben dem lizensierten Trainer Norbert Carnhoff (ESV) betreut. Nicht um Leistung, sondern um das gegenseitige Kennenlernen und den Austausch von Gedanken gehe es bei dem ersten Turnier der Stützpunktschulen, betonte der erste Vizepräsident und SHFV-Lehrwart Gerhard Schröder in seiner Begrüßung.

Die Schüler der Jahrgangsstufe 5 und 6 (Jahrgänge 2003 bis 2005) spielten auf dem Handballfeld, das heißt ohne Banden und auf Handballtore. Gespielt wurde mit einem Futsal der Größe 4, einem sprungreduzierten Ball. „Mit diesem Ball kommt es mehr auf die Technik der Spieler an“, erklärte der Schiedsrichter Paul Musiol, Lehr- und Bildungsreferent des SHFV, „ein Gebolze ist nicht mehr möglich, Pässe müssen präziser gespielt werden, die Laufwege verlängern sich.“ Es gab keinen Einwurf für die sechsköpfigen Mannschaften, der Ball wurde eingekickt.

Die Mannschaft der GGS Eckernförde spielte außerhalb der Wertung. Sie erfüllte die Voraussetzung des Turniers, mindestens zwei Mädchen aufzustellen, nicht. Thabea (10) aus der 5. Klasse ist zurzeit das einzige Mädchen in der leistungsorientierten Fußball-AG (einmal wöchentlich 90 Minuten) an der GGS – sehr zum Bedauern des SHVF-Vizepräsidenten und Eckernförders Gerhard Schröder. Dem ehemaligen langjährigen Konrektor der Gudewerdt-Schule und Fußballtrainer mehrer Vereine in der höchsten Amateurklasse des Landes treibt die Sorge um, „dass uns die Mädchen verloren gehen“, so Schröder. „Ich wünsche mir, dass die Mädchen aktiver gefördert werden“, sagte der 65-Jährige am Rande des Turniers. Gerade in den Schulen sollten sie verstärkt angesprochen werden.Noch ist die Förderung der jungen Fußballtalente auf die Klassen 5 und 6 beschränkt. Das solle demnächst auf die höheren Klassenstufen ausgeweitet werden, so Schröder – wieder in Kooperation mit Vereinen. Um die Sportart Fußball und die Förderung junger Talente verstärkt nachhaltig in den Blickpunkt zu rücken, plant der Vizepräsident fürs nächste Jahr den Besuch des Verbandssportlehrers Michael Prus samt DFB-Mobil in Eckernförde sowie ein Treffen aller Lehrer der Stützpunktschulen im Uwe Seeler Fußballpark in Malente.

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erstellt am 15.Dez.2015 | 18:40 Uhr

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