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Eckernförder Zeitung

12. Dezember 2017 | 18:57 Uhr

Daumen hoch für Schauspieler und Technik

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2014 | 06:51 Uhr

Der teuflische Barbier wird Sweeney Todd genannt und er macht seinem Namen alle Ehre – zumindest im gleichnamigen Schauerdrama, das am Dienstagabend seine Premiere feierte. 18 Jungmannschüler führten es unter der Regie der neuen Leiterin der Theater-AG, Andrea Lins, in der Aula vor jubelndem Publikum auf. Vor allem der Hauptdarsteller Sweeney Todd (Nick Schamborsky) erntete bei den Zuschauern immer wieder Applaus, nicht zuletzt wegen seines boshaften Lachens.

Schon zu Anfang wurde schnell deutlich, welche Rolle Todd in der Geschichte spielte. Der Barbier, der ein Geschäft in der Londoner Fleet Street betrieb, ermordete viele seiner Kunden auf einem Frisierstuhl, deren Leichen er danach an die Schwestern Patricia (Annkathrin Dreyer) und Patilla Lovett (Anne Meerpohl) übergab. Diese haben sich auf ein schauriges Geschäft mit dem Barbier eingelassen, denn sie verarbeiteten die leblosen Körper zu Pasteten. Todd tötete aus Habgier und Rache und manipulierte seine Umwelt ganz nach seinem Belieben. Doch nicht nur er steht auf der Seite des Bösen. Der Geistliche Doktor Lupin (Konstantin Preißner) bezirzte nicht nur die Lovett-Schwestern, sondern wollte außerdem Johanna Oakley (Hannah Geißler), deren Freund, der Marineoffizier Mark Ingestre (Hannes Andersch) – der von Todd ermordet worden war – gegen ihren Willen heiraten.

Todds Geschäfte bleiben zunächst unerkannt. Doch schon bald wird er wegen seiner Wahnvorstellungen und dem Misstrauen der Charaktere enttarnt, so dass der Barbier am Ende selbst auf dem Frisierstuhl sitzt, von dem er seine Kunden verschwinden ließ.

Dass die Schauspieler sich in ihren Rollen wohl fühlten und diese sehr professionell verkörperten, blieb nicht unbemerkt. Abiturient Nick Schamborsky ist von seiner Rolle als Sweeney Todd begeistert. „In Sweeney sieht man nur das Böse, dabei wird er von der Gesellschaft zu seinem Verhalten gezwungen“, sagt er. Anne Meerpohl, die eine der Lovett-Schwestern darstellt, weist auf den „Stress“ hinter den Kulissen hin. Mehrmals mussten sich die Schauspieler umziehen. Auch die Techniker leisteten hervorragende Arbeit und reagierten schnell, als die Schauspieler nach einer Panne improvisieren mussten. Deshalb Daumen hoch für Schauspieler, Technik und Regie.

Heute und morgen mordet Sweeney Todd ab 19 Uhr erneut in der Aula der Jungmannschule. Karten zum Preis von drei Euro sind an der Abendkasse erhältlich.

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