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Mobilität auf dem Land : „Daumen hoch“ an der Mitfahrbank in Bünsdorf

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Bürger sollen leichter nach Rendsburg und Eckernförde kommen – durch das Anhalter-Prinzip.

Bünsdorf | Mit einem im Kreis Rendsburg-Eckernförde einmaligen Vorhaben geht die Gemeinde Bünsdorf das Problem der Mobilität auf dem Lande an. Dort ist jetzt eine „Mitfahrbank“ aufgestellt worden. Die pragmatische Idee: Wer nach Rendsburg oder Eckernförde fahren möchte, aber kein Auto hat, setzt sich auf diese Bank und wartet auf eine Mitfahrgelegenheit. Der Clou ist, dass sich das Schild über der Bank per Hebel auf die gewünschte Fahrtrichtung einstellen lässt.

Die Bevölkerung auf dem Land hat meist schlechte Karten, wenn es um die Themen Nahverkehr und Anbindung an die nächst größere Stadt geht. So auch in Bünsdorf. „Die Busverbindung nach Rendsburg ist sehr schlecht, Richtung Eckernförde ist sie gar nicht vorhanden“, erläutert Bürgermeister Jens Kühne das Problem. Im Rahmen des Masterplanes Daseinsvorsorge sei auch über die Mobilität im Amt Hüttener Berge gesprochen worden. „Daraus ist Hüttis Marktbus hervorgegangen“, erinnert sich Kühne. Dieser ist als Möglichkeit für nicht mobile Senioren gedacht und fährt mittwochs und sonnabends den Markt in Eckernförde an. Doch die Gemeinde Bünsdorf wollte auch die Möglichkeiten für das gesamte Dorf verbessern. „So ist die Idee einer Mitfahrbank entstanden“, berichtete Jens Kühne. Jetzt wurde die Bank samt Beschilderung im Ort aufgestellt. Neben Bürgermeister Kühne packten auch Jürgen Kuhr, Rolf Rath und Henning Skuppin tatkräftig an.

Die neue Mitfahrgelegenheit soll zusätzlich zum Marktbus vorwiegend eine Möglichkeit für die jungen Bewohner sein. „Sie können die Mitfahrbank in der Freizeit nutzen, um zu Freunden oder in die Stadt zu fahren. Damit entlasten wir auch die Eltern“, wünscht sich Jens Kühne. Das Prinzip der neu geschaffenen Idee ist simpel. Mit zwei Hebeln am blauen Hinweisschild lassen sich die Fahrtrichtungen Rendsburg oder Eckernförde einstellen. Dann muss sich der Fahrgast nur noch auf die Bank setzen und warten, bis ihn jemand mitnimmt. „Wir hoffen, dass die Leute dann auch anhalten, wenn dort jemand sitzt“, appelliert der Bürgermeister an seine Einwohner. Wer die neue Gelegenheit nutzen oder sich als Fahrer beteiligen möchte, findet die Bank samt Beschilderung am Parkplatz der Kirche an der Dörpstraat.

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