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2. Handball-Bundesliga : Dauer-Torflaute kostet Derby-Sensation

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der TSV Altenholz unterliegt dem VfL Bad Schwartau in eigener Halle mit 21:25 (10:12). Dabei bleiben die „Wölfe“ 17 Minuten ohne eigenen Torerfolg.

In einem der heißesten Duelle der 2. Handball-Bundesliga musste sich der TSV Altenholz dem VfL Bad verdient mit 21:25 (10:12) geschlagen geben. Eine 17-minütige Torflaute brachte die aufopferungsvoll kämpfenden „Wölfe“ um den Sieg gegen die klar favorisierten Bad Schwartauer, die den Erfolg mit über 100 mitgereisten Fans frenetisch feierten. „Ich bin heilfroh, dass wir das Spiel gewinnen konnten. Es ging um viel und es war wie erwartet ein Kampf um jeden Zentimeter“, sagt VfL-Trainer Torge Greve, der 15 Jahre lang in Altenholz als Spieler und Trainer aktiv war. „Wölfe“-Coach Klaus-Dieter Petersen macht den schlechten Start nach der Pause als einen Grund für die Niederlage aus. „Wir sind nicht gut aus der Kabine gekommen. Als Schwartau auf sechs Tore davonziehen konnte, waren wir in einer schwierigen Position. Für uns ist die Niederlage aber kein Beinbruch, wir haben eine gute Hinserie gespielt.“

Das Landesderby war von besonderer Brisanz, standen doch auf Seiten der Gäste gleich drei ehemalige Altenholzer auf und neben der Platte. Während die Ex-„Wölfe“ Christian Schwarz und Uwe Kalski zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten, blieb für die verletzten Altenholzer Leistungsträger Sebastian Opderbeck, Rune Dahmke und Fynn Ranke nur die Tribüne. Besonders bitter war der Ausfall von Kreisläufer Ranke, der kurzfristig krank passen musste. Teamkollege Kjell Köpke musste somit am Kreis die Arbeit alleine bewältigen. Zunächst machten sich die Ausfälle jedoch nicht bemerkbar: Nach acht Minuten führten die Altenholzer mit 4:2. Die Gäste fingen sich jedoch und lieferten sich mit den Altenholzern ein packendes Duell, in dem vor allem beide Deckungsreihen dominierten. Jannick Boldt brachte die „Wölfe“ per Siebenmeter in der 27. Minute mit 10:9 in Führung, es sollte die letzte sein. Noch vor der Pause drehten die Gäste das Spiel auch dank einer Zwei-Minuten-Strafe für Marius Kastening.

Obwohl sich zum Anfang der zweiten Halbzeit auch die Schwartauer Offensivabteilung nicht mit Ruhm bekleckerte, gelang es ihr, die Führung auf 16:10 in die Höhe zu schrauben. Zu eklatant war die Abschlussschwäche auf Altenholzer Seite, reihenweise vergaben die Hausherren aus bester Position. Petersen reagierte und brachte ab der 40. Minute Bevan Calvert und Thies-Jakob Volquardsen, doch Wegner war es, der in der 44. Minute mit dem 11:16 den 17-minütigen Torbann brach. Bis zum 14:20 (51.) hatte die Sechs-Tore-Führung der Gäste Bestand, ehe die „Wölfe“ mit offensiver Deckung noch einmal alles versuchten. Als Patrick Starke per Gegenstoß auf 19:22 verkürzte, stand die Halle Kopf, und als die Altenholzer einen Schwartauer Ball abfingen und per Gegenstoß das 20:22 vor Augen hatten, war die Wende in greifbarer Nähe. Doch Starke verlor den Ball wieder, während Martin Waschul auf der Gegenseite mit dem 23:19 zwei Minuten vor dem Ende für die Entscheidung sorgte. „Unsere Wurfquote muss noch besser werden“, setzt sich Petersen ein erstes Ziel für die Spiele nach der Winterpause, die mit dem Duell gegen Hamm-Westfalen am 26. Januar 2014 endet. „Wir hoffen, dass wir nächste Saison wieder herkommen können“, hofft auch Greve auf eine erfolgreiche Altenholzer Rückrunde.

TSV Altenholz: Hossner (11 Paraden), Weber (bei einem Siebenmeter) – Lipp (3 Tore), Calvert, Drecke (1), Volquardsen, Boldt (3/3), Köpke (2), Wegner (5), Kastening, Starke (4), Röder, Abelmann-Brockmann (3).
VfL Bad Schwartau: Noel (bei einem Siebenmeter), Panzer (10 Paraden) – Glabisch (2/2), Schwarz (1), Podpolinski (4), Reiter (1), Fritsch, Waschul (4), Tretow (4/2), Schliedermann (4), Kalski (1), Quade (4).
SR: Berning/Thiemann (Steinfurt).
Zeitstrafen: 6:4. – Siebenmeter: 3:4. – Z.: 800.



Derby-Stimmen





Florian Hossner (Altenholz): „Wir hatten die Möglichkeit, wieder ranzukommen, haben vorne aber zu viele klare Chancen ausgelassen. Noch ist nicht alles verloren. Wenn wir vollen Einsatz zeigen, können wir mithalten.“
Kjell Köpke (Altenholz): „Es ist schade, dass Fynn so kurzfristig ausgefallen ist. Für mich war es dadurch anstrengend, vorne am Kreis und hinten im Mittelblock zu decken. Insgesamt haben wir aber gut gekämpft.“
Christian Schwarz (VfL): „Wir haben verdient gewonnen. Unsere Offensivleistung war aber nicht so gut. Es war zwar ein Spiel wie jedes andere, für mich aber schon ein bisschen komisch.“
Uwe Kalski (VfL): „Es war eine super Atmosphäre und heiße Stimmung, in beiden Fanlagern. Auch die Spieler waren heiß, dennoch war es ein faires Spiel. Obwohl jeder Spieler in so einem Derby im Tunnel ist, hatte ich schon gemischte Gefühle, hierher zurückzukehren.“

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