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Eckernförder Zeitung

22. September 2017 | 03:03 Uhr

Vegan Summer : Das Wohl der Tiere als Lebensmaxime

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der „Vegan Summer“ hat in diesem Jahr gleich zwei Tage hintereinander im Kurpark stattgefunden. Dabei ging es um eine Lebensführung, für die keine Tiere sterben müssen.

shz.de von
erstellt am 17.Jul.2017 | 05:47 Uhr

Der Kurpark stand am Wochenende bereits zum fünften Mal im Zeichen der veganen Lebensart. Rund 51 Aussteller waren zum „vegan summer“ nach Eckernförde angereist, um ihre Produkte vorzustellen. Erstmals fand das vegane Festival in diesem Jahr sogar zusätzlich zum Sonnabend auch am Sonntag statt. Die Palette war groß und reichte von veganer Kosmetik, pflanzlichen Milchersatzprodukten sowie veganen Kondomen hin zu bedruckter und fair gehandelter Kleidung. Daneben gab es auch zahlreiche Infostände, die unter anderem über Massentierhaltung aufklärten, oder Vereine, die Höfe mit Spendengeldern unterstützen, auf denen Tiere ihre Freiheit wiedergewinnen können. Auch das Angebot veganer Speisen konnte sich sehen lassen, einige Foodtrucks boten Snacks und Menüs aus der Ayurvedaküche, vegane Torten, Suppen, Wraps, Waffeln und Brotaufstriche an.

Neben einer Reihe von Vorträgen der Vereine fanden auch Kochshows in der Kurmuschel statt. Am Samstagnachmittag zeigten dort Inken Lehmann und Britta Wasem unter dem Motto „Vegan für Einsteiger – einfach und lecker“ ihrem Publikum Rezepte für schnell und einfach zubereitete Speisen. Dazu gehörten unter anderem herzhafte Kichererbsenpancakes, Cashew-Oliven-Aufstrich und Tofu-Sesam-Sticks, die anschließend auch zum Probieren angeboten wurden.

Britta Wasem, die selbst seit zehn Jahren vegan lebt und den Blog „MuMa’s Kitchen“ betreibt, sammelt ihre Ideen für Gerichte nicht nur im Internet, sondern auch in dem stetig wachsenden Angebot veganer Kochbücher: „Ich probiere sehr viel aus, sodass auch viele meiner Rezepte eigene Kreationen sind“, sagte sie. „Vor etwa zehn Jahren, als ich durch meine Tochter zum Veganismus kam, gab es noch lange nicht diese Resonanz wie heute, sodass ich mich auf amerikanischen Internetseiten inspirieren lassen musste. Die waren da schon viel weiter.“ Auf einem ihrer veganen Kochkurse traf sie auf Inken Lehmann, die seit rund fünf Jahren vegan lebt und mit ihrem Mann zusammen den Vegantreff in Rendsburg leitet. Die beiden Frauen verstanden sich auf Anhieb und beschlossen, in diesem Jahr zum ersten Mal zusammen eine Kochshow beim „vegan summer“ zu moderieren. Lehmann und Wasem leben inzwischen vegan aus Überzeugung und stellen fest, dass die Nachfrage nach veganer Ernährung steigt. Sie selbst wollen diesen Weg der Ernährung weitergehen, da sich beide seitdem „fitter und leichter“ fühlen.

Zum ersten Mal als Aussteller dabei war das Café Blattgold aus Kiel. Mitbegründerin Lena Schmidt reichte mit ihren Helfern vegane Torten, Cupcakes und Burger. „Wir sind sehr zufrieden mit der Nachfrage, alle 14 Torten und 70 Cupcakes, die wir nach Eckernförde mitgebracht haben, sind weggegangen“, sagte Lena Schmidt. „Wie viele Burger wir rausgegeben haben, kann ich gar nicht sagen.“ Das Café Blattgold hat sich als Markenzeichen gesetzt, alle Gerichte so authentisch wie das „Original“ schmecken zu lassen. Alle Torten, Kuchen und Cupcakes werden genau wie die Burgersaucen und Patties selbst hergestellt. Rezeptideen holen sich die Unternehmer dabei von Internetseiten und verfeinern sie anschließend noch.

Der Veranstalter des „vegan summer“, Maurice Bäcker, zog schon am Sonnabend eine positive Bilanz: „Ich bin mehr als zufrieden mit dem heutigen Tag. Das Wetter spielt mit und ich bekomme schon Anfragen von Ausstellern fürs kommende Jahr.“ Bäcker selbst lebt seit 2013 vegan. Er ist durch das „Vegan Magazin“ auf diese Ernährung aufmerksam geworden. „Bereits nach dem ersten Monat habe ich körperliche Veränderungen gemerkt, ich fühlte mich leichter und hatte viel mehr Power, mal ganz abgesehen von den ethischen und umwelttechnischen Faktoren, die mich wachgerüttelt haben“.

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