Karneval : Das Versteckspiel hat ein Ende

Die Große Garde sorgte ordentlich für Stimmung unter den 220 Besuchern im „Alten Bahnhof“.
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Die Große Garde sorgte ordentlich für Stimmung unter den 220 Besuchern im „Alten Bahnhof“.

Rote Kappen feiern Karneval unter dem Motto „Karneval der Comic-Helden“. Claus Nielsen und Silke Endler sind das Prinzenpaar.

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05. Februar 2018, 06:50 Uhr

Ascheffel | Eine Prinzessin zu finden, ist gar nicht so einfach. Das berichtete Claus Nielsen alias Prinz Claus, der Comic’er, beim Kappenfest des Karnevalsvereins Rote Kappen im „Alten Bahnhof“ in Ascheffel am Wochenende. In diesem Jahr wird unter dem Motto „Karneval der Comic-Helden“ die fünfte Jahreszeit gefeiert. „Offiziell hieß es: „Da gibt es keine Vorgaben. Das kannst du machen, wie du meinst“, berichtete der Prinz.

„Dann kommt aber jemand und platzt in meine Prinzessinnensuche – ‚sie muss aber aus Ascheffel oder Hütten kommen’. Schade, ich wollte gerade Daisy aus Duvenstedt fragen.“ Auch wer schon einmal Prinzessin war, dürfe es nicht noch einmal werden, nannte er weitere Kriterien. Zudem gab es Ratschläge wie: „Aber nicht, dass es ein Mann wird.“ Zu jung oder zu alt dürfe die Auserwählte auch nicht sein. Auch größer als er solle sie nicht sein – „ich habe mich kaum noch getraut, jemanden zu fragen“. Also fragte der Prinz vor den 220 Karnevalsbesuchern den magischen Karnevalshut – „hat bei Harry Potter ja auch funktioniert“. Aber auch mit dieser Wahl war Prinz Claus nicht zufrieden und suchte sich schließlich selbst eine Prinzessin aus: Silke Endler wird ihn durch die jecke Zeit begleiten.

Er sei einfach bei ihr zu Hause vorbeigekommen und habe gesagt, er müsse sie unter vier Augen sprechen, berichtete Claus Nielsen gegenüber der EZ. Als sie gefragt wurde, habe sie sich gefreut und gleich „Ja“ gesagt, erinnerte sich Silke Endler. Danach begann das Versteckspiel, denn bis zum Kappenfest durfte keiner wissen, auf wen Prinz Claus’ Wahl gefallen war. Nun sind beide aber froh, dass das Versteckspiel ein Ende hat: „Man möchte irgendwann auch mal sagen, wer die Prinzessin ist“, so der Prinz.

Bis zum Kappenfest hatten sie sich heimlich getroffen, denn es musste noch einiges erledigt werden: Unter anderem mussten Orden gebastelt und die Präsentation der Prinzessin geplant werden. Auch Redenschreiben stand auf der Aufgabenliste. Bei Letzterem hat der Prinz schon Erfahrung: Seit einigen Jahren steht er als Professor in der Bütt. Dadurch fiel ihm das Schreiben leichter, sagte er.

Der Professor trat in diesem Jahr nicht auf. Dafür sorgte die Große Garde für mächtig Stimmung. Auch die Theatergruppe und die Feuerwehr hatten Darbietungen einstudiert, und Malte Lau und Gerald Müller führten den „Pastorenstammtisch“ auf. Zwischendurch wurde zu der Tanz- und Partymusik der Band Mamaloo getanzt.

Am Sonnabend, 10. Februar, geht das jecke Treiben in die nächste Runde: Ab 15 Uhr stellt Kjell Reimann beim Kinderkarneval seine Prinzessin vor.

> Die weiteren Termine: Am Sonnabend, 10. Februar, wird im „Alten Bahnhof“ in Ascheffel Kinderkarneval gefeiert. Einlass ist ab 14 Uhr, Beginn um 15 Uhr. Der Karnevalsnachmittag beginnt am Sonnabend, 17. Februar, um 16 Uhr. Einlass beginnt um 15 Uhr.

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