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Unterstützung für Soldaten : Das Seebataillon bekommt neue Freunde

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der „Freundeskreis Seebataillon“ hat sich neu gegründet. Er soll den Austausch von militärischer und ziviler Welt fördern und Unterstützungsleistungen erbringen.

shz.de von
erstellt am 10.Feb.2017 | 05:41 Uhr

Eckernförde | Die Soldaten des Seebataillons in Eckernförde sind auf der ganzen Welt im Einsatz: Ob in Mali oder Afghanistan, im Mittelmeer oder am Horn von Afrika – überall sind Minentaucher, Aufklärer, Bord- oder Küsteneinsatzkräfte aktiv. Sie räumen Minen, sichern Seewege, retten Schiffbrüchige aus Seenot und beschaffen Informationen, um ein Bild der Sicherheitslage zu erhalten. Bislang konnten sich die rund 800 Soldaten auf ihre Kameradschaft und die Unterstützung durch die Bundeswehr verlassen. Doch jetzt haben sie neue Freunde bekommen, denn seit kurzem gibt es den „Freundeskreis Seebataillon e.V.“. Sein Vorsitzender ist Bernhard Saß-Möbus, Kapitänleutnant der Reserve, der die Soldaten mit dem Verein auf unterschiedliche Weise unterstützen will.

„In erster Linie geht es darum, dem Bataillon bei Bedarf personalintensive Arbeiten abzunehmen, wie die Organisation von Tagen der offenen Tür oder Feierlichkeiten zum Bataillonsgeburtstag“, erklärt Saß-Möbus. Aber auch der Austausch von Soldaten mit der zivilen Welt, mit Ehemaligen und der Aufbau eines Netzwerks vor dem Ende ihrer Karrieren als Zeitsoldaten ist ein Schwerpunkt. Man wolle einen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung leisten und in Not geratene Soldaten mit deren Familien oder Vermisstensuchen unterstützen. Nicht zuletztspielt die Traditionspflege eine Rolle. „Da schwebt uns der Aufbau eines Marine-Infanterie-Museums vor“, so Saß-Möbus, der 13 Jahre als Zeitsoldat bei den Marineschutzkräften, einer der Vorgängerorganisationen des Seebataillons, tätig war und jetzt als Personalleiter in einem internationalen Sicherheitsunternehmen arbeitet. Mit ihm sind auch Fregattenkapitän Arne Krüger – bis vor kurzem Kommandeur des Seebataillons – sowie Reserveoffizier Jan Biermann im Vorstand.

Auch wenn das Thema recht spezifisch ist, kann jeder Mitglied in dem neuen Freundeskreis werden. „Menschen, die sich der Marine verbunden fühlen und unsere Arbeit einfach unterstützen möchten zum Beispiel“, so Saß-Möbus. Gern gesehen sind auch Spenden von Organisationen oder Unternehmen. „Wir brauchen natürlich auch finanzielle Mittel, wenn wir zum Beispiel einen Bataillonsgeburtstag für die Soldaten unterstützen wollen.“

Vorteile einer Mitgliedschaft ist der kameradschaftliche Austausch „aus erster Hand“. Wo geht die Reise für die Marine hin? Welche Trends sind zu erkennen? Fragen wie diese werden zum Beispiel bei einer internen Vortragsreihe erläutert, zu der die Mitglieder eingeladen werden. Zweimal im Jahr berichten hochkarätige Referenten – bei der ersten Veranstaltung am 22. Februar (nur für geladene Gäste) berichtet der niederländische Verbindungsoffizier im Marinekommando über „Das Korps Mariniers und die Integration des Seebataillons“. Verbindungen hat Bernhard Saß-Möbus auch zu Peter Moore, dem britischen Computerspezialisten, der 31 Monate lang in irakischer Geiselhaft war und vielleicht für einen Vortrag nach Eckernförde kommen würde.

Die Mitgliedschaft im „Freundeskreis Seebataillon“ kostet 15 oder 30 Euro im Jahr.

> www.freundeskreis-seebataillon.de

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