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Eckernförder Zeitung

26. September 2017 | 16:37 Uhr

Kunst am Meer : Das Schauspiel des Wassers

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Maler Heino Karschewski aus Gettorf eröffnet am Sonnabend seine erste Ausstellung in Frankreich

Das Wilde der französischen Atlantikküste, die Felsen, die Brandung, das Meer, die Muschelsucher in der Bretagne – all das inspiriert ihn immer wieder zu neuen Werken. Seit Jahren fährt Heino Karschewski mit seinem Wohnmobil nach Frankreich, stellt hier und da seine Reisestaffelei auf, skizziert Motive, um die Entwürfe dann zuhause im Atelier in Öl großformatig auf die Leinwand zu bringen. Nun hat der Gettorfer Kunstmaler, bekannt für seine gegenständlichen Ölgemälde, seine erste Ausstellung in Frankreich.

Gut 45 seiner figurativen Werke werden ab dem 20. Juni in Saint-Loubes im Süden Frankreichs zu sehen sein. „Die Bilder sind schon ausgesucht“, erzählt Heino Karschewski. Sie müssen noch ins Wohnmobil verladen werden. Dann geht‘s los nach Frankreich, die Bilder abgeben. Am Sonnabend, 20. Juni, ist die Vernissage. Die Einzelausstellung in dem Chateau D’Esther, das in einem großen Weinanbaugebiet kurz vor Bordeaux liegt, ist von langer Hand geplant. Der deutsche Winzer Thomas Fabian, der das Weingut, nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet, rückt jedes Jahr einen besonderen Künstler in den Fokus. Sie hätten das Chateau auf einen Tipp von Urlaubern in der Region hin entdeckt. „Ich freue mich sehr“, sagt Heino Karschewski. Er freut sich auf die Ausstellungseröffnung mit Essen, Wein, Gesprächen über die Kunst und auf Frankreich. „Die historischen Wände der Fasskeller bilden einen tollen Rahmen zu meinen maritimen Werken“, findet er.

Den Titel seiner Ausstellung „Les performances de l’eau“ könnte man mit vielleicht „Das Schauspiel des Wassers“ übersetzen. Heino Karschewski schwärmt mit den Augen des Malers: „Morgens hat das Meer noch Färbungen von Himmelblau, dann kommen die Türkistöne, mit der Bewölkung wechselt es zu Grau-Blau. Das Meer spielt so intensiv mit den Himmelsfarben.“ Und ihn überwältigt die Stimmung dort, das Wilde, der Wind, das Salz auf der Haut, das Brechen der Wellen, die Brandung. „Es ist eine irre Gegend“, findet er. „Wer sich darauf einlässt, erkennt Fabelwesen, Wichte und Kobolde in den Wellen und Felsen. Das sind grandiose Bilder, die da entstehen.“ So wie sein Bild „Der Traum der Meerfrau“, im Moment eines seiner Favoriten. Oder das Bild „Netz der Erinnerungen“, entstanden, wie er sagt, nach der Melodie des Meeres, durch Emotionen, mit denen sich Erinnerungen verbinden und im Kopf Geschichten entstehen lassen. Oder „Der Muschelsucher“, das Motiv, das auch für die Plakate zur Ankündigung seiner Ausstellung ausgesucht wurde. „Die Idee zu diesem Bild entstand in der Bretagne“, erzählt Heino Karschewski. Es strahlt Ruhe und Gelassenheit aus, so wie der alte Mann darauf, der sein nächstes Mahl im Meer sucht.





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