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bedeutende Unterstützung : Das Rückgrat der St.-Jürgen-Kirche

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Kirchbauverein stellt 45 000 Euro für Restaurierung und Modernisierung in Gettorfs Gotteshaus zur Verfügung

Gettorf | Weitere Apostelbilder von der Empore sollen restauriert, die Heizungsanlage in der St. Jürgen-Kirche erneuert, eine neue Lautsprecheranlage zur Verbesserung der Akustik installiert und die bereits vorgesehene, neue Außenbeleuchtung aufgestellt werden. Um diese Vorhaben in Abstimmung mit dem Kirchengemeinderat umzusetzen, stellt der 1998 geründete Kirchbauverein St. Jürgen Gettorf mit derzeit 238 Mitgliedern insgesamt rund 45  000 Euro zur Verfügung. Das beschlossen die Mitglieder auf der Jahresversammlung am Montag.

Jeweils 20  000 Euro für Heizung und Außenbeleuchtung, 5000 Euro für die Restaurierung weiterer Apostelbilder. Wie die Vereinsvorsitzende Hannelore Struve mitteilte, stehen dem Verein mit Spenden von fast 10  000 Euro, Mitgliedsbeiträgen von rund 5000 Euro, Verkaufserlösen von rund 3000 Euro aus 2014 zurzeit insgesamt 46  700 Euro zur Verfügung.

Lange diskutiert wurde über die klimatische Atmosphäre in der Kirche. Wie der stellvertretende Vereinsvorsitzende Andreas Hoffmann betonte, sei ein Konzept zur Verbesserung des Raumklimas, einerseits damit sich die Besucher wohl fühlen, andererseits zum Schutz der Kunstgegenstände und der Orgel, unbedingt notwendig. Die Heizungsanlage müsse dringend erneuert werden. Die Wärmeverteilung der alten Rippenheizung begünstige die Staub- und Schimmelbildung. Die warme Luft steige an den Wänden nach oben und falle in der Mitte wieder herunter, was für Zugluft sorgt. Ein unabhängiges Ingenieurbüro habe sich die Heizung bereits angesehen und empfiehlt eine Flächenheizung unter den Bänken. Auch Restaurator Peter von Gradolewski aus Kiel, der die Kunstschätze in der St. Jürgen-Kirche kennt und im vergangenen Jahr das Luther-Gemälde und eines der Apostelbilder von der Empore restauriert hat, empfahl in seinem kleinen Vortrag zur Restaurierung von Kunstgegenstände, wenn, dann eine Fußbodenheizung. Eigentlich befürwortete er jedoch, gar nicht zu heizen. Das beste Raumklima zum Schutz der Kunstschätze liege bei 16°C und einer Luftfeuchtigkeit von 55 Prozent, möglichst ohne große Schwankungen. Wenn geheizt würde, empfahl er, langsam auf- und abzuheizen. Staub und Feuchtigkeit stiegen mit der warmen Luft auf, verteilten sich und setzten sich dann wieder auf den Kunstwerken ab. Der Staub böte Nahrung für Pilze und Bakterien, die dann die Objekte angreifen. Er empfahl alle Objekte regelmäßig zu reinigen. „So werden Kunstwerke auch in Museen erhalten“, erklärte er.

Hannelore Struve sagte zu, im Einvernehmen mit dem Kirchengemeinderat überlegen zu wollen, wie am besten vorzugehen ist. „Der Erhalt unserer Kunstwerke liegt dem Kirchbauverein sehr am Herzen.“ Andreas Hoffmann wurde als stellvertretender Vorsitzender, Ingrid Schössler und Rike Köhrsen als Besitzer wiedergewählt. Als Besitzer vom Kirchengemeinderat wurden Pastorin Christa Loose-Stolten und Axel von Rützen in den Vorstand entsandt. Christa Loose-Stolten danke dem Kirchbauverein für die Unterstützung. „Ohne diese Hilfe wäre vieles nicht möglich gewesen, was wir in den letzten Jahren geleistet haben“, sagte sie. „Wir können uns sehr glücklich und dankbar schätzen.“

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