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Jazz im September : Das prickelt: Jazz mit 20 Instrumenten

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Bohém Ragtime Jazz Band aus Ungarn hat die 24. Jazztage im Kreis Rendsburg-Eckernförde mit einem Konzert im Technik- und Ökologiezentrum eröffnet. Die achtköpfige Band spielte dabei auf insgesamt 20 Instrumenten.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2013 | 05:41 Uhr

Nicht nur mit ihrer Freude an der Musik begeisterte die Bohém Ragtime Jazz Band das Publikum im Technik- und Ökologiezentrum (TÖZ). Das achtköpfige ungarische Orchester hatte rund 20 verschiedene Instrumente im Gepäck. Ob Saxophon, Kontrabass, Klarinette, Posaune, Schlagzeug, Flöte, Trompete oder Geige – alles kam zum Einsatz und sorgte für Stimmung bei den gut 130 Besuchern zur Auftaktveranstaltung der Jazztage im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

Zum Programm der Band, die extra aus ihrer Heimatstadt Kecskemét angereist war, gehören klassische amerikanische Stücke der ersten drei Dekaden des vergangenen Jahrhunderts aber auch traditionelle ungarische Hits. Was sie an einem Abend spielen, entscheiden die Musiker spontan. „Wir gucken auf das Publikum und schauen, wie es sich fühlt“, erklärt Bandleiter Tamás Ittzés. „New Orleans Jazz, Ragtime, A Capella oder instrumental gehören dazu.“ Doch auch kleine Tanz- und Showeinlagen ließen die dynamischen Musiker nicht aus.

Vor 28 Jahren wurde die Band gegründet, die schon Tourneen nach Holland, Frankreich, Griechenland, Norwegen, Kanada und in die USA unternahm. Rund 300 Konzerte haben bisher in Deutschland stattgefunden, schätz Ittzés. Doch so weit im Norden des Landes zu spielen, sei eine Premiere. Der Bandname solle aussagen, dass sie glücklich und sorglos seien beim Spielen fröhlicher Musik. Das wurde nicht nur deutlich, sondern übertrug sich auch auf das Publikum.

Die Jazztage fanden zum 24. Mal statt. Es ist eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Kreises Rendsburg-Eckernförde in Zusammenarbeit mit dem Storyville Jazzclub Rendsburg und dem Jazzclub Hanerau-Hademarschen. „Es ist schön, wie es sich entwickelt hat“, erinnert sich Hans-Hinrich Blunck von der Kulturstiftung noch an die ersten Konzerte. „Inzwischen ist es ein dankbar zu begrüßendes Stammpublikum geworden.“

Hierzu zählt auch Christiane Fahrenkrug: „Es ist eine enorme Bereicherung für die Region, dass so etwas organisiert wird. Ich habe schon viele Jazzmusiker gesehen, aber dass sie Geige oder Querflöte spielen, habe ich noch nicht erlebt.“

Ursula Schmidt ist schon seit rund 20 Jahren Mitglied im Storyville Jazzclub. An Jazzabenden nimmt die Osterrönfelderin regelmäßig teil: „Mir gefällt besonders, dass jede Band die Stücke anders spielt. Diese ungarische Gruppe ist sehr vielfältig. Ihre Musik ist jung, frisch und modern. Das prickelt.“

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