Jugendfussball : Das Pokal-Endspiel zum Abschied

Der Eckernförder Torschütze zum 1:1, Jannes Mohr (li.), im Duell mit Niklas Wittorf von der SG Oro.
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Der Eckernförder Torschütze zum 1:1, Jannes Mohr (li.), im Duell mit Niklas Wittorf von der SG Oro.

Der Eckernförder SV besiegt die SG Oro mit 5:3 nach Elfmeterschießen. Denn entscheidenden Strafstoß parierte mit Bennet Behrens ein B-Jugendlicher, der nur aufgrund einer Verletzung zwischen den Pfosten stand.

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19. Juni 2014, 06:00 Uhr

Vor dem Kreispokal-Halbfinale der A-Jugendfußballer, wurden ESV-Trainer Ottmar Gerlach und sein Co-Trainer Jörg Lorenz vom Verein verabschiedet. „Im letzten Heimspiel“, wie ESV-Präsident Manfred Medler vorschnell erklärte. Es ist – zum Glück für den ESV – nicht nicht das letzte Heimspiel, denn durch den Erfolg im Elfmeterschießen gegen die SG Oro, stehen die Eckernförder im Endspiel gegen den Büdelsdorfer TSV. Der SH-Ligist wird als klassenhöhrer Verein zum ESV an den Bystedtredder reisen müssen. Ein Termin für das Heim-Endspiel wurde vom Verband jedoch noch nicht bekannt gegeben.

Dass Gerlach und Lorenz überhaupt ein weiteres Spiel auf der Trainerbank sitzen dürfen, war im Duell mit der SG Oro ein hartes Stück Arbeit. Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Teams fast komplett. Bis auf einen guten Distanzschuss von Jannes Mohr kurz vor der Pause – den SG-Keeper Marian Klein entschärfte – kam von den Platzherren wenig Gefahr auf. Jedoch stand auch die neuformierte Defensive der Gastgeber solide und ließ ebenfalls – bis auf eine Hereingabe, die Lennart Studt nur ganz knapp verfehlte – wenig zu.

Auch nach dem Wechsel änderte sich am Auftreten beider Teams nichts. Es war geprägt davon, ja nicht den ersten Fehler zu machen, und deshalb nicht gerade ein Offensivfeuerwerk. Nach knapp einer Stunde gingen die Gäste durch Mittelstürmer Arne Segert in Führung. Der ESV ließ sich mit seinem jungen Team aber nicht beirren und erspielte sich nun zahlreiche Gelegenheiten. Besonders nach Standardsituationen verloren die Gäste nun mehr und mehr die Übersicht. So war es auch nicht verwunderlich, dass der 1:1-Ausgleich nach einem ruhenden Ball fiel. Jannes Mohr drosch einen Freistoß aus zentraler Position unhaltbar ins SG-Tor (71.). Da beide Abwehrreihen fortan wieder sicher standen, ging es in die Verlängerung. Hier waren beide Teams wieder darauf bedacht keine entscheidenden Fehler zu machen. Die gab es dann auch nicht, sodass ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Beim ESV stand hier jedoch nicht mehr Yannick Lowaßer zwischen den Pfosten, denn die Eckernförder Nummer Eins hatte sich eine Kapselverletzung zugezogen und wurde in der Verlängerung durch den B-Jugendlichen Bennet Behrens ersetzt. Ein Wechsel, der noch von Bedeutung sein sollte.

Nun waren starke Nerven gefragt. Eiskalt eröffnete Tjark Carstensen das Entscheidungsschießen. Auch Nic Behrens und Christopher Nommels ließen dem SG-Torhüter nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. Nachdem Lennart Studt für die SG drüber zielte, und Konstantin Raider nervenstark verwandelte, lastete der ganze Druck auf SG-Torjäger Segert. In der regulären Spielzeit hatte er zum 1:0 getroffen, doch jetzt fand er seinen Meister im eingewechselten ESV-Torwart Bennet Behrens, der stark parierte und so den Finaleinzug sicherte. So bekommen Trainer Ottmar Gerlach und sein Co. Jörg Lorenz ein echtes Endspiel zum Abschied.

ESV: Lowaßer (105. Behrens) – Liese (70. Carstensen), Shah, Engelbrecht (91. Liese), Cekim – Eggers, Mohr – Raider, Wechsler (46. Altendorf), Stöterau (46. Nommels) – Carstensen (46. Behrens).

Tore: 0:1 Segert (57.), 1:1 Mohr (72.). Elfmeterschießen: 2:1 Carstensen, 2:2 Schröder, 3:2 Behrens, 3:3 Hildebrand, 4:3 Nommels, Studt verschießt, 5:3 Raider, Segert scheitert an Behrens.

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