Teilnehmer-Rekord : Das Pfingstwunder im Garten

Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Gettorf spielt „Wo schön is doch de Sommer“.
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Der Posaunenchor der Kirchengemeinde Gettorf spielt „Wo schön is doch de Sommer“.

Plattdeutscher Gottesdienst mit 200 Gästen im Pastoratsgarten

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10. Juni 2014, 06:00 Uhr

Auf dem Altar das rote Parament, Sinnbild des Heiligen Geistes, eine Kerze und eine Vase voller Pfingstrosen und Wiesenkerbel. Dahinter das große Kreuz aus Holz. Die Gäste sitzen auf Stühlen auf dem frisch geschnittenen Rasen, Rosen und Rhododendren blühen, in den Baumkronen zwitschern Vögel. Der Posaunenchor spielt „Wo schön is doch de Sommer“. Nur schade, dass ein Nachbar gerade Rasen mäht. Fast 200 Gästen feiern am Sonntag den schon traditionellen Pfingstgottesdienst op Platt mit Pastorin Christa Loose-Stolten im Pastorengarten. So viele wie noch nie.

„Wir haben Gäste aus ganz Deutschland und sogar aus Österreich“, verkündet die Pastorin. Auch wer kein Plattdeutsch versteht oder dazu katholisch ist, solle sich herzlich willkommen füh-len. „Wir sind eine Kirche für alle, die unseren christlichen Glauben leben.“ Das gemütlich-heimelige Platt schafft sofort Verbundenheit. Hans-Christian Sacht liest „vun dat Pfingstwunner ut de Apostelgeschicht“. Frisch, direkt und mit Humor lädt die Pastorin alle ein, den guten heiligen Geist in sich aufzunehmen an Pfingsten, das 50 Tage nach Ostern gefeiert wird und in der christlichen Tradition auch als Gründung der Kirche verstanden wird. „Der Heilige Geist ist da, wo Menschen einander Gutes tun“, betont sie in ihrer Predigt. Jeder habe doch die Sehnsucht nach Liebe, Freundlichkeit und Frieden. Sie bemüht das Sinnbild der Friedenstaube, die alle, denen es daran mangelt, in diese Richtung leitet. Auch die Politik weltweit. „Dass wir in Europa seit 70 Jahren in Frieden leben können, ist ein großes Geschenk.“

Getauft werden Henrike von Gersdorff aus Gettorf, Johann Bosse Grindel aus Neudorf und Paul Remmler aus Kiel. Pate Jan Bernhard Lüdemann erbittet: „Ihre Herzen sollen überströmen vor Freude.“

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