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Neuer Geschwader-Chef : Das Personal steht im Fokus

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Lars Johst hat Jens Grimm als Kommandeur des 1. U-Boot-Geschwaders abgelöst. Er will seine Schwerpunkte besonders bei den materiellen und personellen Rahmenbedingungen setzen.

Eckernförde | Die U-Boot-Fahrer haben einen neuen Chef: Am Donnerstag hat Flottillenadmiral Jean Martens in einer feierlichen Zeremonie am Marinestützpunkt das Kommando über das 1. U-Boot-Geschwader von Fregattenkapitän Jens Grimm (45) an Fregattenkapitän Lars Johst (43) übergeben.

Erst im August 2013 hatte Jens Grimm das Kommando übernommen – ein Novum, wurde doch zu dieser Zeit das bis dahin eigenständige Ausbildungszentrum U-Boote (AZU) in das Geschwader integriert. Grimm, Kommandeur des AZU, übernahm das erste gemeinsame Kommando der beiden Bataillone. Künftig wird er im Bundesverteidigungsministerium in Berlin tätig sein.

Er zeigte sich in seiner Rede stolz, wie der Verband in den letzten Jahren zusammengewachsen sei. „Militärische Tugenden wie Fleiß, Engagement, Kameradschaft, Mut und Toleranz zählen was im Geschwader.“ Zu ihm gehören zurzeit fünf U-Boote, drei Flottendienstboote, der Tender Main, das Ausbildungszentrum U-Boote, das Hydroakustische Analysezentrum und die Marineunterwasserortungsstelle.

Unter anderem seien im AZU die Weichen für die Internationalisierung der Ausbildung gestellt worden. Bei diesem die gesamten Streitkräfte betreffenden Thema sieht er das AZU „noch vor der Welle“. Dieser Erfolg sei von den Soldaten und Mitarbeitern mit materiellen und personellen Engpässen und „nicht optimaler Infrastruktur“ geleistet worden. Doch der Einsatz zahle sich aus: „Die personelle Situation verbessert sich langsam. Am AZU haben wir am Montag so viele Lehrgangsteilnehmer aufgenommen wie lange nicht.“ Zudem seien die ersten infrastrukturellen Maßnahmen angelaufen und habe sich die materielle Lage in vielen Bereichen entspannt. „Ich blicke außerordentlich positiv in die Zukunft des 1. U-Boot-Geschwaders und bin froh und dankbar, dass ich ein Teil davon sein durfte.“

Flottillenadmiral Jean Martens brachte seine Anerkennung zum Ausdruck und würdigte Jens Grimm als Weichensteller für das Geschwader, sowohl bei der Vertretung der Waffensysteme, bei den nationalen und internationalen Einsatzverpflichtungen als auch insbesondere bei der Nachwuchsgewinnung. „Einen großen Teil der waffensystemtechnischen Ausbildung verbringen die jungen Kameraden im Geschwader. Und nach diesem Vorbild möchte ich auch die anderen Bereiche der Flottille organisieren.“

Der neue Kommandeur Lars Johst hielt sich kurz in seiner Ansprache, betonte aber, dass auch er seine Schwerpunkte besonders bei den materiellen und personellen Rahmenbedingungen setzen werde. Für die „nicht immer einfache Materiallage“ gelte es, weiterhin kreative Lösungsmöglichkeiten zu finden. Noch wichtiger sei jedoch die Personallage als der „entscheidende Faktor für unsere Leistungsfähigkeit insgesamt“. „Schließlich ist jedwedes Material wenig Wert ohne die Männer und Frauen, die es fahren und zum Einsatz bringen.“ Der 43-Jährige kennt Eckernförde: Zwischen 2002 und 2005 war er Kommandant auf U 18 und war von 2007 bis 2009 stellvertretender Kommandeur des AZU. Die vergangenen Jahre verbrachte er als Referent im Bundesverteidigungsministerium in Berlin.

 

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erstellt am 04.Apr.2015 | 05:54 Uhr

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