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Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde : Das "Pastoren-Karussell" dreht sich

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Eine ganze Reihe von Veränderungen im Kirchenkreis - Pastoren-Mangel zeichnet sich ab - Diskussion "Zukunftsfähig 2025" eröffnet.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 09:08 Uhr

rendsburg | Starker Wechsel in den Pfarrhäusern der Gemeinden des Kirchenkreises Rendsburg-Eckernförde: "Das ,Personal-Karussell’ - so mein Eindruck - dreht sich zunehmend schneller", sagte Propst Sönke Funck gestern in seinem Bericht zur 13. Sitzung der Synode (siehe auch Info-Kasten). Dabei sei festzustellen, dass sich die Besetzung der frei werdenden Pfarrstellen zunehmend schwieriger und damit auch langwieriger gestalte. "Wir spüren in den Gemeinden immer mehr, dass es einiger Anstrengungen bedarf, um Pfarrstellen zügig und neu zu besetzen", berichtete Funck. Ausgesprochen glücklich zeigte sich daher Propst Matthias Krüger, dass es gelungen sei, vakante Pastoren-Stellen in Rendsburg und Büdelsdorf wieder zu besetzen.

Glücklicherweise sei man finanziell noch in der Lage, die Vakanzen durch Vertretungen zu überbrücken und auf die Pflicht-Vakanzen ganz zu verzichten, da die Besetzungsverfahren in der Regel ohnehin länger als ein halbes Jahr dauerten, berichtete Propst Funck.

Der künftig noch zunehmende Mangel an pastoralem Nachwuchs ist nur ein Aspekt des vor einem Jahr gestarteten Kirchenkreisprozesses "Zukunftsfähig 2025: Kirche in Rendsburg-Eckernförde". In vier Arbeitsgruppen wurde die Diskussion über Perspektiven vor dem Hintergrund des demografischen Wandels vorbereitet. "Es ist einfach so, dass mehr Menschen sterben als geboren werden", sagte Sönke Funck mit dem Hinweis darauf, dass die Zahl der Kirchenmitglieder pro Jahr um etwa 1,2 Prozent schrumpfe. "Wir werden diesen Prozess nicht aufhalten können", erklärte Propst Matthias Krüger. Zurzeit leben im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde rund 136000 evangelische Gemeindeglieder, etwa 60 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ausgehend vom demografischen Wandel rechnet man bis zum Jahr 2025 mit einem Rückgang des Kirchensteueranteils um 25 Prozent. Über Konsequenzen und Möglichkeiten begann gestern die Diskussion der Synode, darüber mehr in der morgigen Ausgabe.

Zum ersten Mal tagte die Synode nicht an ihrem angestammten Ort, dem Christophorushaus in Rendsburg, sondern in den Räumen einer anderen kirchlichen Einrichtung, dem Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig-Holstein, Rendsburg, Lise-Meitner-Straße 6-8. Da das Christophorushaus veräußert werden soll (wie berichtet), sei die Küche geschlossen und der Tagungsbetrieb eingestellt worden, berichtete Propst Krüger. Die Vermarktung des Gebäudes laufe, es gebe Kauf-Interessenten. Unabhängig davon wird das Christophorushaus weiterhin von der Familienbildungsstätte und als Mehrgenerationenhaus sowie vom Zentrum für kirchliche Dienste (ZekiD) genutzt. Die Suche nach einem neuen Domizil für diese drei Einrichten, die möglichst wieder in einer Einheit untergebracht werden sollen, sei noch nicht abgeschlossen, erklärten die beiden Pröpste, die den Kirchenkreis am 1. Juni seit drei Jahren gemeinsam leiten: "Die Verhandlungen laufen noch - nicht nur mit der katholischen Kirche." Im Gespräch als neues kirchliches Zentrum ist das Gemeindehaus der ehemals selbstständigen katholischen Kirchengemeinde St. Michael in Rendsburg.

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