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BAUPROJEKT AN DER NOORSTRASSE : Das neue Parkhaus wächst

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Zurzeit härten die Betondecken in dem Parkhaus aus und die Schutzgitter werden angebracht. Mit einer Fertigstellung wird im Frühsommer gerechnet.

Eckernförde | Licht, Luft, Transparenz – das neue Parkhaus an der Noorstraße wird nach seiner Fertigstellung in nichts mehr an die dunklen Parkhäuser der 70er-Jahre erinnern – großzügige Stellflächen für die Autos, breite Rampen und Fahrwege, viel Lichteinfall durch die offene Bauweise. Die Bauarbeiten für das rund 3 Millionen teure Projekt kommen gut voran. Gerade wurden die Decken betoniert. „Wir haben von Mittwoch bis Sonnabend durchgehend betoniert“, sagt Projektleiter Michael Zeidler von der Firma Deutsche Industrie- und Parkhaus GmbH (dip). Da man auf eine frostfreie Witterung beim Betonieren angewiesen und das Zeitfenster knapp gewesen sei, habe man auch nachts arbeiten müssen. Knapp 30 Tage müssen die Betondecken jetzt aushärten.

Das Parkhaus ist das erste hochbauliche Projekt der Nooröffnung, mit dessen Fertigstellung der Geschäftsführer der Stadtwerke, Dietmar Steffens, im Frühsommer rechnet. Errichtet ist es in einem Split-Level-System. Auf drei Ebenen sollen 177 Autos Platz finden. Im unteren Teil sind Behindertenparkplätze, beleuchtete Stellflächen für Frauen und Familienparkplätze vorgesehen. Letztere sind 3,50 Meter breit. Ansonsten biete jeder Parkplatz mit 2,60 Meter Breite genügend Raum zum Ein- und Aussteigen, so der Projektleiter. Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, stehen sechs Stellflächen mit Ladestation speziell für Elektroautos bereit. „Ein Parkhaus ist absolut zukunftssicher, was die Elektromobilität angeht, weil es vergleichsweise einfach ist, neue Kabel zu verlegen und weitere Stellflächen für E-Autos bereitzuhalten“, erläutert Michael Zeidler. Unter dem großen Träger der Konstruktion beträgt die lichte Höhe 2,10 Meter – genug Höhe, um beispielsweise mit einem VW-Bus das Parkhaus zu befahren. Ein rot-weißer Klapperbalken an der Einfahrt an der Noorstraße soll verhindern, dass Wagen mit zu hohen Aufbauten einfahren. Das 60 mal 30 Meter große Gebäude hat eine maximale Fassadenhöhe von 8,30 Meter, der Schacht für den Fahrstuhl beträgt zehn Meter. Die Rampen, die die drei Ebenen miteinander verbinden, werden gegen Witterungseinflüsse wie Rauhreif oder Schnee überdacht. Gestern wurden die Gitter auf die Baustelle geliefert, die die Nutzer auf den beiden oberen Ebenen vor Abstürzen bewahren sollen. Rund 270 Stück müssen von Ralf Eiche und Hermann Klemcke von der Firma HTZ Hansack in den nächsten Tagen montiert werden. Ein- und Ausfahrt ins Parkhaus erfolgen über die Noorstraße. Im Fall von Hochwasser steht eine Notausfahrt für die Fahrzeuge aus der unteren Ebene über den Burgwall bereit. Im Gegensatz zu den oberen betonierten Ebenen wird die untere gepflastert, da diese eventuelle Feuchtigkeit besser verträgt. Für die Gestaltung der Außenfassade wurden mit Keramik ummantelte Vierkanthochstäbe in drei warmen Naturformen ausgewählt. Das Material ist langlebig und weckt beim Betrachter Assoziationen von Holz und Ziegel.

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erstellt am 15.Feb.2017 | 05:40 Uhr

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