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Digitale Wertschöpfung : Das Netz bewegt die Wirtschaft

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Unternehmer aus der Region informieren sich auf Einladung des Wirtschaftsrats der CDU bei Behn über das Thema „Digitale Wertschöpfung“. In fünf Kurzvorträgen wurden Möglichkeiten der digitalen Innovation in den verschiedenen Branchen angerissen.

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erstellt am 20.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Frei nach dem Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“ hat die Sektion Rendsburg-Eckernförde des Wirtschaftsrates der CDU Deutschland Unternehmer und Mitglieder in die Räume der neuen Mitgliedsfirma Waldemar Behn nach Eckernförde eingeladen. Sektionssprecher Dr. Christopher Leptien und Landesgeschäftsführer Dr. Bertram Zitscher haben vier Referenten eingeladen, die das Thema „Digitale Wertschöpfung“ in fünf Kurzvorträgen beleuchteten. Mitgesellschafter Waldemar Behn stellte eingangs sein 1892 gegründetes Traditions- und erfolgreiches Familienunternehmen mit 320 Mitarbeitern an den Standorten Eckernförde, Flensburg und Salzburg (Fa. Nannerl) vor.

Olaf Birkner, Geschäftsführer der instore audience GmbH in Kiel, widmete sich dann den Grundlagen vernetzten Denkens. Ein Netz bestehe aus Kanten, Knoten und Maschen, müsse mit Informationen gefüttert werden sowie per Kommunikation und Aktion zum wechselseitigen Verbindungsaufbau und in Resonanz („axionale Erregung“) gebracht werden.

Wie auf der virtuellen Plattform Geld verdient werden kann, zeigte Sören Schulze, Geschäftsführer der cliplister GmbH aus Kiel. Sein Unternehmen produziert Produktfilme und verkauft sie an Onlineshops. Über 350 000 Produkt-Videos sind auf dem Server gespeichert und abrufbar. Die zahlenden Onlineshops brauchen sich um nichts zu kümmern, selbst die Listung bei Google sei inklusive, sagte Schulze.

Einblicke in die Welt der Medien gab Kassian Alexander Goukassian, Gründer und Verleger der falkemedia-Gruppe in Kiel. „Qualität und Leidenschaft“ seien die Triebfedern der Verlagsgruppe, die 1994 mit einer Computer-Zeitschrift an den Start ging und hochwertige, inhaltlich breit gestreute Magazine produziert. Goukassian schilderte den permanenten Veränderungsdruck im Hinblick auf die digitale Entwicklung und die notwendigen inhaltlichen und vertrieblichen Anpassungen, um die Leser weiterhin zu erreichen. Starke Impulse verspricht er sich von neuen Produkten wie einer Apple-Medien-Flat und einer App für eine Pocket-Academy. Ein wichtiges Marketinginstrument sei der Social-Media-Bereich von Facebook und Co. – „das wirkt“.

Ganz anderer Meinung ist Rüdiger Behn, mit seinem Bruder Waldemar geschäftsführender Gesellschafter der Waldemar Behn GmbH aus Eckernförde: „Social-Media bringt wenig“. In der Getränke- und Spirituosenbranche sei die „Mund-zu-Mund-Propaganda bei weitem das Wirkungsvollste“. Überhaupt äußerte Behn sich bezogen auf seine Branche eher zurückhaltend zum digitalen „Hype“. Sicher müsse man darauf reagieren, dürfte aber nicht die typischen Unternehmenswerte vernachlässigen. Und der „ver-Apple-te“ Konsument könne „überall getrackt“ werden und sei „so fachwissend, aber auch verwirrt wie noch nie“.

Alexander Schulz und Carsten Stech von der Kieler Firma Opox stellten die im Aufbau befindliche weltweit erste kommerzielle Politikplattform vor. Die 22 Millionen politisch interessierten Bundesbürger könnten dort gegen Gebühr Informationen einholen, ihre Meinung kundtun, Gleichgesinnte finden, Thesen verbreiten und Kampagnen starten.Noch werden Unterstützer und Investoren für die Plattform gesucht.

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