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50 Wanderungen : Das Land kennen lernen und erleben

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Erika und Klaus Doden haben in den vergangenen 17 Jahren 50 spannende Wanderungen durch Schleswig-Holstein für das DRK organisiert .

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Altenholz | Am Selker Noor, am Westensee, über den Ochsenweg nach Kropp oder zur Zehn-Seen Tour in der Holsteinischen Schweiz – Erika und Klaus Doden lieben es, zu wandern und andere sowohl an ihren Touren als auch an ihrem Wissen teilhaben zu lassen. Kürzlich brachen sie mit insgesamt 24 Wanderfreudigen zur 50. Etappe auf: Zum Brodtener Ufer, nach Travemünde und zur Halbinsel Priwall.

Schon immer ist das Paar gern und viel gewandert, aber erst seit 1998 brachte sie ein Zufall dazu, die Touren regelmäßig für den Altenholzer Ortsverein des DRK (Deutsches Rotes Kreuz) anzubieten. Erika Doden war zu diesem Zeitpunkt schon viele Jahre Mitglied und leitet auch heute noch das Tanzen für Senioren.

Im Oktober führte die erste Tour rund 20 Teilnehmer durch den Naturpark Hüttener Berge, erinnern sich die beiden. Vorsichtige drei Stunden waren sie damals unterwegs. Am Ende gab es einen selbst gebastelten Flyer. Von da hab hatte es Erika und Klaus Doden gepackt. Über 15 Jahre botensie drei Wanderungen pro Kalenderjahr an – alle an einem anderen Ort und alle akribisch vorbereitet.

Mehr als 24 Leute dürfen aber nicht mit. „Weil man in der Natur auch nicht mehr erreicht“, berichtet Erika Doden. Alle Strecken werden sorgsam ausgewählt und vorher abgelaufen. Nach Besonderheiten wird recherchiert: Klaus Doden ist Spezialist für historische Ankedoten und für Fragen zur Geologie eines Geländes. Für literarische Details interessieren sich beide, aber Erika Doden hat sich die Märchen und Sagen, vorallem aber auch die Wappen einer Region erschlossen und sich zur echten Heraldik-Expertin entwickelt. „Die sagen schon mit ihren Symbolen oft so viel über eine Gemeinde oder Landschaft aus“, sagt die Biologin.

Rund sechs Stunden dauert ein Ausflug mit den Beiden, davon vier Stunden stramme Wanderzeit für eine Strecke zwischen 13 und 19 Kilometern. Die meisten Teilnehmer sind bereits älter als 60 Jahre, aber einen gewissen sportlichen Anspruch haben die Dodens schon. „Es geht auch durchs Gelände und über Stock und Stein“, berichtet Klaus Doden, ohne feste Wanderschuhe sei das nicht einfach. Wer austesten möchte, ob er in die Gruppe passt, dem empfiehlt das Paar mal eine Runde um den Kellersee zu laufen. „Das sind etwa 16 Kilometer, dafür brauchen wir vier bis fünf Stunden“, so Klaus Doden. Aber auch wenn das Tempo ganz flott sei und der Plan straff durchorganisiert, müsse doch immer Zeit zum Gucken, Klönen und Picknick machen sein. „Unser Ziel ist es Schleswig-Holstein kennen zu lernen“, sagt Erika Doden.

„Salz und Honig“ hieß eine Wanderung und führte durch die Salzwiesen der Probstei und zu einem Imker. 19 Kilometer wanderten sie schon „Auf den Spuren von Klaus Groth“ zwischen Heide und Tellingstedt. Am Ende stand eine Führung durch die Kirche. „Das war eine Wahnsinns-Wanderung. Wir waren fix und fertig, aber es war so kurzweilig“, erinnert Klaus Doden sich.

Viele Touren haben sie gemacht und damit schon eine kleine Fangemeinde gewonnen. Insgesamt 100 haben schon mit gemacht, rund 50 melden sich immer mal wieder an. Die Atmosphäre ist locker. Esgibt viel Raum für den Austausch untereinander und es sind schon einige private Bekanntschaften entstanden.

Welche Wanderung sie selbst als schönste in Erinnerung haben, können die Dodens gar nicht sagen. „Es gibt immer wieder Highlights“, sagt Klaus Doden. Die Frage, ob sie noch weitere Wanderungen organisieren werden, beantworten sie einstimmig: „Selbstverständlich machen wir weiter so lange wir können!“

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