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Gesundheitstag : Das Kreishaus wird zum Gesundbrunnen

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Andrang beim ersten Aktionstag in Rendsburger Behörde / 15 000 Euro werden jährlich für betriebliches Sport- und Beratungsangebot investiert

von
erstellt am 16.Feb.2017 | 09:00 Uhr

Äpfel und Bananen statt Currywurst und Pommes, bunte Fruchtsäfte anstelle von schwarzem Kaffee. Im Kreishaus drehte sich gestern alles um das Thema Gesundheit. Die Mitarbeiter der Behörde konnten sich Ernährungstipps holen, über Sportangebote informieren und sich in einem Gesundheitstruck professionell durchchecken lassen.

Einer der Höhepunkte war Rinke Pahls Vortrag über die Life Kinetik. Bei dem Gehirntraining verbessern die Teilnehmer ihre Konzentration- und Leistungsfähigkeit durch neue Synapsenverbindungen. „Was jetzt erstmal kompliziert klingt, ist eigentlich ganz einfach und macht sogar noch Spaß“, erklärte die Trainerin. Nach einem kurzen theoretischen Vortrag, animierte Pahl die Besucher dazu, ein paar der typischen Übungen auszuprobieren. Als erstes forderte sie die Angestellten auf, den Oberkörper in dieselbe Richtung zu bewegen, wie sie selbst. Erst nach rechts, dann links, nach hinten und schließlich nach vorne. Nach ein paar Durchgängen wurde es schwieriger. Die Besucher mussten sich nun immer in die exakt entgegengesetzte Richtung lehnen, die von der Trainerin angezeigt wurde. Gelächter erfüllte den Kreissitzungssaal, als Stuhlnachbarn plötzlich drohten gegeneinander zu stoßen. Durch die Bewegungen soll das Gehirn angeregt werden. „Der Körper entspannt sich, die Konzentration verbessert sich und das Selbstbewusstsein wird gesteigert“, erklärte Pahl Sinn und Zweck der Übungen. Das Training sei ein toller Ausgleich zum alltäglichen Arbeiten. Auch bei den Besuchern kamen das Konzept gut an. So auch bei Andrea Prinz. „Es ist interessant, was das Programm mit einem macht.“ Rinke Pahl bietet regelmäßig Kurse in der Behörde an, die immer wieder ausgebucht sind.

Unter den Besuchern war gestern auch Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer. Er lobte die Bemühungen der Behörde. „Man hat erkannt, dass es wichtig ist in diesen Bereich zu investieren“, so Schwemer. „Es ist wichtig, dass die Mitarbeiter auf die Angebote zurückgreifen können.“ Der Aktionstag war ein Teil des Gesundheitsmanagements der Behörde. Seit 2014 werden im Kreishaus vermehrt Angebote für die Mitarbeiter geschaffen, wie Rückenkurse oder Ernährungsberatung. „Mit dem Aktionstag wollten wir noch einmal darauf aufmerksam machen“, sagte Dennis Staack, der die kleine Messe mit organisierte.

Rund 15  000 Euro fließen in diesem Jahr in das Gesundheitsmanagement. Auch einige Regularien wurden angepasst. So darf beispielsweise nicht mehr direkt am Kreishaus geraucht werden (wir berichteten). „Wir haben auch zwei Dienstfahrräder für kurze Wege angeschafft“, so Nina Fiedler, Leiterin der Abteilung Zentrale Dienste. Ob sich die Gesundheit in der Behörde durch verbessert hat, könne man noch nicht sagen. „Wir haben gerade mit einer neuen Krankenstatistik angefangen“, erläuterte Staack. Daher könne man noch nicht sagen, ob es weniger Krankmeldungen gab. Die subjektive Wahrnehmung sei aber durchweg positiv. „Ohnehin ist Gesundheitsmanagement kein Sprint, sondern ein Langstreckenlauf“, so der Organisator. Von heute auf morgen würden sich die betrieblichen Veränderungen bei den Mitarbeitern nicht bemerkbar machen. Man müsse ein wenig Zeit vergehen lassen, um ein Resumme zu ziehen.

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