zur Navigation springen
Eckernförder Zeitung

16. Dezember 2017 | 18:31 Uhr

Kompost : Das Gold des Gärtners

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Komposttag auf dem Recyclinghof der AWR und Besichtigung der Bioabfallbehandlungsanlage.

Es war ein Kommen und Gehen, als am Sonnabend auf dem Gelände der Kompostieranlage am Goldammerweg 14 feinster Kompost in Kleinmengen kostenlos und pro Anhänger lediglich für fünf Euro abgegeben wurde. „Das ist heute ein Schnäppchen“, weiß AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt, er wies Fahrer mit Anhänger ein oder nimmt auch selbst die Schaufel in die Hand, um zu helfen.

„Es ist das Gold des Gärtners. Man kann nichts falsch machen, denn es gibt keine Überdüngung“, beschreibt Petra Neumann vom Kreisverband der Kleingärtner Rendsburg-Eckernförde das Kreislaufprodukt der Natur, das an diesem Tag reißenden Absatz findet. Für dem Betreiber AWR ist es eine Symbiose, die gerade an einem Tag wie diesem durchaus Vorteile hat, ließ sich doch auf dem Anhänger Sperrmüll anliefern und frischer Kompost für den heimischen Garten wieder mitnehmen.

Schön schwarz, keimfrei und drei bis vier Monate gereift ist der dampfende Kompost, den sich Klaus Wefers aus der Kleingartenkolonie in die Wannen im Kofferraum seines Autos schaufelt: „Den kriegt man selbst nur schwer so hin.“ Groß ist der Andrang und lang wie noch nie ist die Autoschlange vor dem Tor. „Es gab sogar welche, die die Fabrik besichtigen wollten, wo der Kompost hergestellt wird“, berichtete AWR-Angestellter Frank Emmerich mit einem Lächeln.

Für ihren Kompost, der an Landwirte und Hobbygärtner abgegeben wird, hat die AWR das RAL-Gütesiegel erhalten. Die strenge Kontrolle dafür stellt sicher, dass im Kompost auch wirklich nur das enthalten ist, was man erwartet und dass andererseits garantiert nichts drin ist, was unerwünscht ist. Dies wissen auch die Kunden zu schätzen, denn immerhin wurden im Verlauf bis zum späten Vormittag schon mehr als 60 Anhänger voll geladen und mehr als 200 Papiertüten mit dem „Gartengold“ gefüllt.

Rund 1000 Tonnen wurden 2014 produziert, dafür war gut 3000 Tonnen Rohmatrial erforderlich, das in Form von Seetang oder Grünschnitt von Kunden angeliefert wurde. Wie viel am Ende der Aktion noch übrig sein wird, ist schwer zu schätzen, gelohnt hat sich die Aktion jedoch sowohl für die Kunden als auch für die AWR.


zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen