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Unterstützung : Das Gesicht hinter der Soforthilfe

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Amt Dänischer Wohld bestellt Svantje Gnutzmann zur Flüchtlingsbeauftragten

Mit der Einquartierung von Flüchtlingen in der Unterkunft in Schinkelhütten ist es nicht getan. Das hat das Amt Dänischer Wohld längst erkannt und die Gründung des Flüchtlingsbeirates mit angestoßen. Doch damit nicht genug: Um die ehrenamtlichen Mitglieder zu entlasten und die Betreuung der Asylbewerber zu verbessern, wurde Svantje Gnutzmann im Dezember zur Flüchtlingsbeauftragten bestellt.

Durchschnittlich eine Stunde am Tag verwendet die Angestellte im Fachbereich I – Zentrale Dienste, Schulen, Kindergärten und Kultur – für die Betreuung der Flüchtlinge. Sie begleitet sie bei Bedarf zur Ausländerbehörde in Rendsburg, um Anträge auf den Weg zu bringen, wie etwa kürzlich den Umverteilungsantrag einer Irakerin, die in Rendsburg gelandet ist, während ihr Mann dem Amt Dänischer Wohld zugewiesen wurde. Nach dem Antrag hoffen sie, bald wieder vereint zu sein. Weiter organisiert Gnutzmann in Zusammenarbeit mit Gabriele Maack, Leiterin der Volkshochschule, einen Sprachkurs, der vor dem obligatorischen Deutschkursus ansetzt und den Teilnehmern eine Verständigung beim Einkaufen oder Arzt ermöglichen soll. Des weiteren hat sie eine feste Taxiverbindung eingerichtet, die erstmals ab morgen immer freitags von Schinkel über Schinkelhütten nach Gettorf und zurück fährt, für die Flüchtlinge gedacht ist, aber auch Bürgern der Gemeinde offen steht. Freitag sei bewusst mit Blick auf die Öffnung der Gettorfer Tafel und des Wochenmarkts gewählt worden, ein weiterer Tag soll folgen, kündigt Gnutzmann an.

Der Amtsausschuss hatte ihren Vorschlägen in seiner letzten Sitzung des vergangenen Jahres zugestimmt und 20 000 Euro zur Verfügung gestellt. Für diese Unterstützung ist nicht nur der Flüchtlingsbeirat dankbar (wir berichteten), sondern auch die Bewohner der Unterkunft in Schinkelhütten, hat Gnutzmann erfahren, die eng mit den Mitgliedern des Beirats auf der einen und Ordnungsamtsleiter Martin Hackauf auf der anderen Seite zusammenarbeitet.

Unterdessen prüfen Hackauf und Amtsdirektor Matthias Meins, welche Unterkünfte in Gettorf für die Flüchtlinge angemietet werden können. Die Gemeinden Lindau und Gettorf hätten bereits Wohnungen zur Verfügung gestellt, darüber hinaus gebe es zwei Angebote von privater Seite, berichtet Meins, der Verständnis für die Situation der geflohenen Menschen nicht nur von Seiten der Politik wahrnimmt. Er selbst setzt sich auf Kreisebene dafür ein, das Verfahren der Zuweisung zu optimieren. „Jetzt haben wir einen Vorlauf von sieben bis zehn Tagen, dann sind die Flüchtlinge hier. Das ist viel zu kurzfristig“, betont Hackauf.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 06:46 Uhr

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