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Green screen : Das gefährliche Leben der Naturfilmer

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Das Besondere am Green-Screen-Festival sind die direkten Begegnungen von Filmemachern und Publikum. Am Sonnabend erzählten unter anderem Ivo Nörenberg und Oliver Goetzl von Bärenangriffen und abstürzenden Heißluftballons.

shz.de von
erstellt am 09.Sep.2013 | 05:27 Uhr

Den einen hat ein Bär überrascht, der andere ist zum zweiten Mal mit einem Heißluftballon abgestürzt. Über die Gefahren, die der Dreh eines Naturfilms mit sich bringen kann, weiß der Zuschauer normalerweise nichts. Beim Naturfilmfestival Green Screen dagegen beantworten die Filmemacher oft nach den Filmen die Fragen des Publikums – eines der großen Aushängeschilder des Festivals.

Am Sonnabend standen Ivo Nörenberg und Oliver Goetzl den Zuschauern ihres Films „Lippenbären – Abenteuer mit dem wahren Balu“ Rede und Antwort. Sie waren innerhalb von drei Jahren siebenmal in Indien, um einen Film über den scheuen Lippenbären zu drehen. Er gehört zwar als „Balu“ im Dschungelbuch zu den bekanntesten Bären der Weltgeschichte, über ihn ist aber so gut wie nichts bekannt.

Neben spektakulären Bildern, die bislang unbekannte Verhaltensweisen zeigen und die einzigen weltweit sind, trafen besonders die Geschichten hinter der Kamera auf großes Interesse. So berichtete Oliver Goetzl von einer Begegnung mit einem Lippenbären, als er gerade eine Kamera vor dessen Höhle justierte. Beide ahnten nichts von der Nähe des Anderen, bis sie sich Auge in Auge gegenüberstanden. „Der Bär schrie Uääääh, also habe ich auch geschrien: Uääääh“, erzählte Goetzl lautstark und mit entsprechender Mimik. Es sei mehr ein Reflex gewesen, dem Bären die flache Hand auf die Schnauze zu legen und ihn aus der Höhle herauszudrücken. Vor Schreck hat dieser sich verzogen, „und ich habe erst einmal die Linse meiner Kamera geputzt“.

Nicht minder gefährlich war der Flug mit einem Heißluftballon, dessen Gasdüse plötzlich verstopfte. Nur durch eine Notlandung konnten sich die Filmer retten und trugen glücklicherweise nur Prellungen und Stauchungen davon. Die Bilder dieses dramatischen Moments haben die beiden in ihrem Film verarbeitet.

Filmemacher und ihre Erlebnisse – im nächsten Jahr gibt es wieder viele spannende Geschichten.

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