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Eckernförder Zeitung

17. Dezember 2017 | 22:56 Uhr

Das Frieren der Frauen für einen guten Zweck

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Vor einem Jahr endete der Bücherverkauf engagierter Fraien – einige Erinnerungen

von
erstellt am 14.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Ein grauer Dezembertag, Schnee liegt noch nicht, aber da entsteht vor meinen Augen ein anderes Bild: Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir, ein paar engagierte Frauen, jeden Tag bei Wind und Wetter, Kälte und Schnee auf dem Weihnachtsmarkt gestanden. Wir haben Bücher verkauft, schöne und interessante Bücher, gesammelt und bei uns abgegeben über Jahre - und wir haben sie mit viel Enthusiasmus an Mann, Frau und Kind gebracht.

Wir haben gefroren, mancher Bücherfreund hat nicht nur gekauft, sondern uns auch mal Gesellschaft geleistet oder einen Punsch vorbei gebracht, die Füße wurden wieder warm - und das Herz. Tausende Bücher wechselten den Besitzer, immer mit netten Gesprächen, und fast immer dem Portemonnaie des Käufers entsprechend. Da wurde auch schon mal ein Buch verschenkt, die Einnahmen stiegen trotzdem, weil viele viel mehr gaben, als wir es uns vorgestellt hatten. Das hatte einen einfachen Grund: Unser Motto war ‚Hilfe für Kinder. Die Einnahmen wurden überwiegend an Eckernförder Kinder verteilt, ob für den Jugendsport, für Schulspeisungen, Klassenfahrtzuschüsse oder – und das hat sehr viel Spaß gemacht –, Pakete packen für Kinder, die nicht viel zu Weihnachten zu erwarten haben. Aber eine kleine Summe wurde auch immer nach Tansania geschickt, um dort Kindern zu helfen.

Nun stehen wir nicht mehr auf dem Weihnachtsmarkt, wir hätten gern noch weiter gefroren für den guten Zweck. Eine unserer Bücherfrauen sagte letztens, ihr würde es richtig fehlen, das Frieren. Ja, mir auch, und einigen anderen wohl auch.

Letztens, in meiner Kartenspielgruppe, kam der Vorschlag, Geld zusammenzulegen, um einer Familie mit vielen Kindern in der Nachbarschaft einige Weihnachtswünsche zu erfüllen. Klar, dass wir das machen. Wenn jeder ein bisschen nach nebenan guckt, kann er, ganz ohne kalte Füße, helfen. Fröhliche Weihnachten.


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