Fussball : Das Freundschaftsspiel kann kommen: ESV mit neuer Anzeigetafel – St. Pauli mit neuem Spieler

Seit 30 Jahren wünscht sich ESV-Präsident Manfred Medler (2. v. li.) eine Anzeigetafel am Bystedtredder. Susanne und Dietrich Beyer (li.) haben dem Verein pünktlich zum Freundschaftsspiel gegen den FC St. Pauli eine Anzeigetafel spendiert. Das freut auch St. Paulis Aufsichtsratmitglied Lars Sörensen (re.).
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Seit 30 Jahren wünscht sich ESV-Präsident Manfred Medler (2. v. li.) eine Anzeigetafel am Bystedtredder. Susanne und Dietrich Beyer (li.) haben dem Verein pünktlich zum Freundschaftsspiel gegen den FC St. Pauli eine Anzeigetafel spendiert. Das freut auch St. Paulis Aufsichtsratmitglied Lars Sörensen (re.).

Kurz vor dem Freundschaftsspiel zwischen dem Eckernförder SV und dem FC St. Pauli haben beide Vereine einen Neuzugang präsentieren können.

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19. Juni 2014, 06:00 Uhr

Die heiße Phase hat nun endgültig begonnen. Am Sonnabend um 16 Uhr ist der FC St. Pauli mit seiner ambitionierten Zweitliga-Mannschaft zu Gast am Bystedtredder und bestreitet ein Testspiel gegen den Eckernförder SV.

Und beide Vereine haben Neuzugänge zu vermelden! Während es sich bei den Hamburgern um einen Innenverteidiger handelt – es ist Lasse Sobiech, der vom Stadtrivalen Hamburger SV kommt – hat der Eckernförder Neuzugang nur ein langes Bein. Und das ist auch noch aus Metal. Seit dieser Woche ist der ESV stolzer Besitzer einer Anzeigetafel. „Das habe ich mir seit 30 Jahren für den Verein gewünscht“, sagt Präsident Manfred Medler. Umgesetzt werden konnte dieser Wunsch durch die Hilfe des ESV-Sponsors Susanne Beyer Immobilen. Das Ehepaar Susanne und Dietrich hatte sich beim Pokal-Halbfinale in Osterrönfeld gewundert, dass der OTSV eine Anzeigetafel hat, am schönen Platz am Bystedtredder jedoch nichts den Spielstand anzeigt. Diese Zeiten sind nun vorbei. Ganz so kultig, wie die frühere Anzeigetafel im alten Millerntor-Stadion ist die Anzeige zwar (noch) nicht, stolz sind sie beim ESV natürlich trotzdem.

Am liebsten würde es Medler sehen, wenn auch möglichst viele Zuschauer am Sonnabend die Neuanschaffung bewundern würden. Bisher hat der Verein gut 600 Karten abgesetzt – eine vierstellige Zuschauerzahl sollte es möglichst noch werden. Dafür könnten die „USP“ sorgen. Die Ultras St. Pauli sind der harte Kern der Fanszene, lieben ihren Verein bedingungslos. Zwischen 40 und 100 USP-Mitglieder sind am überlegen, die Reise an die Ostsee anzutreten. Problematisch sieht St. Paulis Aufsichtsratmitglied Lars Sörensen, der sein Steuerberatungsbüro in Eckernförde hat, er den Besuch der Ultras St. Pauli nicht. Im Gegenteil: „Sie wären ein Farbtupfer für dieses Spiel. Diese Menschen leben 24 Stunden am Tag für Fußball und ihren Verein.“

Für die St. Paulianer ist der Freundschaftskick in Eckernförde zudem eine große Chance, Sympathien dazuzugewinnen. Denn in der Vergangenheit glänzten nicht alle Profiklubs, die ihre Visitenkarte am Bystedtredder abgaben, mit großer Volksnähe. Zuletzt waren der VfL Wolfsburg 2011 (1:10) und der HSV im Jahr 2002 (0:13) in Eckernförde zu Gast.


● Karten gibt es im Vorverkauf und am Sonnabend an der Abendkasse. Tribüne 18 €, Stehplatz 12 €.

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