Schüleraustausch Gudewerdtschule – Byron Center : Das erste Football-Spiel

Auch Lynn Kosenitzky (r.) warf sich mit ihren Gastgebern Chloe Ingersoll und Libby Day (l.) für das Spiel in Camouflage-Schale.
Auch Lynn Kosenitzky (r.) warf sich mit ihren Gastgebern Chloe Ingersoll und Libby Day (l.) für das Spiel in Camouflage-Schale.

Gudewerdtschüler erleben ihr erstes Football-Spiel live im Stadtion – mit Marching Band und saftiger Niederlage.

shz.de von
08. Oktober 2018, 17:45 Uhr

Zwölf Schüler der Gudewerdt-Gemeinschaftsschule sind mit zwei Lehrern für vier Wochen in den USA. In der Partnerschule in Byron Center (Michigan) lernen sie den amerikanischen Schulalltag kennen und fahren eine Woche durchs Land. In der EZ berichten sie von ihren Erlebnissen.

Wir haben unser erstes Football-Spiel gesehen: Die „Byron Center Bulldogs“ trafen auf die „Zeeland West Dux“. Vor dem Spiel trafen wir uns mit den Gastfamilien zum Warm Up, was so viel bedeutet wie Hot Dogs essen, Spiele spielen und sich dem Motto entsprechend schminken. Es lautete: Camouflage, passend zur Entenjagd! Denn hinter Dux verbirgt sich der Begriff Ducks (Enten). Tatsächlich trugen viele Schüler Tarnjacken, Caps und Camouflage-Hoodies.

Das Spiel dauerte knapp zwei Stunden, anfangs gingen die Bulldogs mit einem Touchdown plus Extrapunkt in Führung, aber Zeeland konterte schnell. Sie erzielten einen weiteren Touchdown und zwei Extrapunkte. Damit überholten sie die Bulldogs. Mit gemischten Gefühlen gingen wir in die Halbzeit, in der die Marching Band der Byron Center High School Musik spielte. Ein riesiger Truck, beladen mit allen nötigen Instrumenten, fuhr auf das Footballfeld, und los ging es: Die Band marschierte auf den Platz, die Fahnenschwenker tanzten zur Musik und die Dirigentinnen stiegen auf ihre Podeste. Das Orchester hat richtig gut Stimmung gemacht.

Als die zweite Halbzeit begann, achteten wir kaum noch auf das Spiel, die Unterhaltungen mit den amerikanischen High-School-Schülern waren interessanter. Die Stimmung im Schüler-Fanblock blieb trotz des Punkterückstandes gut. Die Tribüne bebte, alle Fans sprangen auf Ansage eines Klassenkameraden im Rhythmus auf und ab. Es gab auch einen Schlachtruf, den wir Eckernförder leider nicht verstanden.

Das Spiel ging allerdings nicht gut für die Bulldogs aus: 22:14 für das Team aus Zeeland. Aber das Publikum schien nicht betroffen. Die Gasteltern waren eher besorgt um uns, ob wir Deutschen nun sehr enttäuscht von ihrem High-School-Team waren. Im Gegenteil, wir gingen begeistert nach Hause.


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