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Eckernförder Zeitung

21. September 2017 | 12:43 Uhr

Endlich : Das Ende des Domstag-Fiaskos

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Arbeiten zur Erneuerung der Technik von Straßenampel und Bahnübergang am Domstag haben begonnen.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 06:00 Uhr

Eckernförde | Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer atmen auf: Am Montag haben die Arbeiten zur Erneuerung des Bahnübergangs Domstag inklusive Ampelanlage an der B 76 begonnen. Noch vor den Sommerferien soll die Rundumerneuerung der Technik abgeschlossen sein. Angepeilt als Fertigstellungszeitraum ist Mitte Juli.

Schon vor 13 Monaten fiel die Ampelanlage an der B 76 aus, die in den Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr in Rendsburg fällt. Dieser wollte nicht mehr in die veraltete Technik investieren, sondern die Anlage komplett erneuern. Das wäre allerdings nur in Zusammenarbeit mit der Bahn gegangen, da Bahnübergang und Ampelanlage technisch miteinander kombiniert sind. Doch die Bahn wollte erst 2019 investieren, obwohl ihre Technik aus dem Jahr 1987 in den vergangenen Jahren störungsanfällig war und immer wieder ausfiel.

Eine Pattsituation war die Folge, eine Lösung schien fern. Doch dann versagte die Bahnübergangstechnik im Lauf des vergangenen Jahres erneut – glücklicherweise muss man sagen. Denn jetzt zeigte sich die Bahn gesprächsbereit. Stadt und Landespolitiker hatten schon zuvor beim Kieler Verkehrsministerium interveniert, das sich als Vermittler einschaltete. Schließlich fand man eine Lösung: Vater Staat streckt das Geld für die Erneuerung des Bahnübergangs vor, die Bahn muss es aber erst 2019 zurückzahlen.

Gute Laune deshalb gestern bei allen Beteiligten, die sich am Domstag trafen, um den Startschuss für die Sanierungsarbeiten zu geben. Dabei waren neben Verkehrsminister Reinhard Meyer unter anderem auch Manuela Herbort, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für Schleswig-Holstein und Hamburg, und der Leiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, Matthias Paraknewitz. Letzter beschrieb die „Technik von gestern“ scherzhaft so, dass man „mit zwei Fingern noch die Spannung prüfen“ könne.

Am Bahnübergang wird besonders in eine neue Sicherungstechnik investiert. Während der Arbeiten wird die Straße im Bereich des Bahnübergangs zeitweise halbseitig gesperrt. Die Finanzierung für die Bahnübergangstechnik in Höhe von rund 680  000 Euro erfolgt aus Bundesmitteln. Der Zugverkehr soll von diesen Arbeiten nicht beeinträchtigt werden.

Parallel zu diesen Arbeiten erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr die Lichtsignalanlage für die Straße, ein Teilbereich der Straßenkreuzung wird neu asphaltiert und zur besseren Erkennbarkeit wird eine neue Markierung aufgebracht. Auch hier wird es zeitweise zur Sperrung der Straße kommen. Die Investitionen für die Straßenbaumaßnahme betragen rund 145  000 Euro.

„Ich bin froh, dass der äußerst unbefriedigende Zustand am Bahnübergang Domstag jetzt kurzfristig behoben sein wird“, sagte Verkehrsminister Meyer. Er sei erleichtert, dass die Zeit, in der insbesondere in den Sommermonaten sowohl Anwohner als auch Touristen durch Lärm- und Emissionsbelastungen, lange Wartezeiten und eine latente Gefährdung der Sicherheit auf eine harte Geduldsprobe gestellt worden sind, bald vorbei sein wird. „Nach Abschluss der Arbeiten steht hier eine Anlage mit neuester Technik und hoher Ausfallsicherheit zur Verfügung“, sagte Manuela Herbort. „Diese gewährleistet die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer.“

Bürgermeister Jörg Sibbel zeigte sich erleichtert, dass ein Verkehrshindernis beseitigt wird, das „in den letzten Jahren nicht unwesentlich für Verärgerung der Verkehrsteilnehmer“ gesorgt habe. Die Geduld der Verkehrsteilnehmer sei „nicht nur angespannt, sondern aufgebraucht“. Besonders die Nerven der Anwohner lägen blank. Zwar habe sich die Stimmung mit Einrichtung des Ampelprovisoriums zwar beruhigt, „aber Sicherungsmaßnahmen sehen anders aus“.

Für die Bauarbeiten in den kommenden zwei Monaten sollen moderne, lärmgedämpfte Geräte und Maschinen zum Einsatz kommen.

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