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TuS-Veteranen : Das Comeback der „alte Garde“

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

TuS-Veteranen lassen alte Zeiten aufleben und bereiten sich unter der Leitung von Gerd Neve auf ihr Comeback am 15. Juni bei der Borbyer Gilde vor. Die TuS-Größen von einst sind hochmotiviert und wollen zeigen, dass sie nichts verlernt haben und Stimmung machen.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 06:59 Uhr

Es gab Zeiten, da war das Blasorchester der Turn- und Spielvereinigung (TuS) Eckernförde weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Viele Veranstaltungen wurden von den Musikern begleitet: der Frühschoppen im Kurpark, Konzerte und Weinfeste an der Siegfried Werft, nicht zuletzt die Gildefeste. Für manchen Jungen war es ein Traum, im Spielmannszug mit dem Spielen von Trommel, Querflöte, Pauke, Becken oder Trompete anzufangen. Und unter der Leitung von Gerd Neve hat so Mancher den Sprung ins Blasorchester geschafft.

Mittlerweile sind die viele Jahre vergangen, und es hat die Musiker von einst in alle Richtungen verschlagen. „Wo sind denn die alten Blasmusikkollegen geblieben?“, wurde beim Borbyer Gildefest im vergangenen Jahr mehrfach gefragt. Nicht ohne Folgen: Die TuS-Musiker Heinrich „Hinne“ Lorenzen (Saxofon) und Klaus-Dieter „Klicky“ Nielsen (Klarinette) schwelgten in Erinnerungen und machten sich daran, nach den alten Musikerkollegen zu suchen. Diese Suche führte sie bis ins Niedersächsische und nach Berlin. Soweit hatten sich die Kollegen aus Borby entfernt, aber sie kamen alle: Ein Aufruf und rund 40 ehemalige TuS-Musiker standen im Oktober vergangenen Jahres im Konzertsaal des TuS-Heims in der Bergstraße.

30 Jahre hinterlassen Spuren. Sprüche, wie „Ich dachte, da kommt Dein Vater durch die Tür herein“ oder „Du warst früher aber doppelt so breit“ waren zu hören. Schnell war die alten Herzlichkeit und Fröhlichkeit wieder da, und Schlagzeuger Hermann Wolter stellte schon nach den ersten Takten fest: „Wir sind spielbereit.“ Damit war das alte Blasorchester wiederbelebt und gab sich augenzwinkernd den Namen: „Die alte Garde“ – angelehnt an den gleichnamigen Marsch.

Viele Übungsabende standen seit Oktober 2013 auf dem Plan – Gerd Neve hatte schnell wieder die Aufgabe als Stabführer und Konzertleiter übernommen. Nun geht es schnurstracks auf den ersten offiziellen Auftritt am 15. Juni um 11 Uhr im Festzelt der Borbyer Gilde zu. Die vor kurzem angesetzte Generalprobe auf dem Reiterhof von Gerd Neve hatte bei Hermann Eckhardt (Berlin) und Bendix Wolter (Faßberg/Soltau) zu weiten Anfahrten geführt. Aber „für Musik, alte Freunde und den Spaß machen wir es gerne“, sagten sie.

Sie können es alle noch, Blasmusik liegt ihnen im Blut. Bis zum Auftritt wird fleißig weitergeprobt, schließlich nimmt zur Premiere Winfried Wirtz, Kameramann vom Offenen Kanal Kiel, die erste CD der alten Garde auf, die dann auch käuflich erhältlich ist. Die Musiker freuen sich auf viele Besucher.

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