Daniel Günther fünf Tage lang erster Mann im Staate

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04. Januar 2018, 06:38 Uhr

Eckernförde war schon immer gut auf der politischen Bühne vertreten. Man denke an den früheren Landesminister Kurt Pohle, den Finanzpolitiker und Eckernförder Ehrenbürger Kurt Schulz, der Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion und Vizepräsident des Landtages war, man denke an den SPD-Landwirtschafts- und späteren Innenminister Klaus Buß oder an die SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Jürgen Anbuhl und aktuell Sönke Rix. Und es gab den Wirtschaftsminister und Ministerpräsidentschaftskandidaten Jost de Jager auf Seiten der CDU. Ein immer noch junger Mann setzt dem Ganzen nun die Krone auf: Daniel Günther (44), Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, ist in der ersten Januar-Woche zum deutschen Staatsoberhaupt aufgestiegen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier befindet sich im Urlaub, ebenso wie seine beiden ersten Stellvertreter, Bundesratspräsident Michael Müller (Regierender Bürgermeister von Berlin) und die erste Vizepräsidentin, Malu Dreyer (Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz). Also ist der zweite Vizepräsident am Zug, und das ist Daniel Günther.

„Die Vertretung des Bundespräsidenten ist natürlich eine große Ehre“, sagt der politische Aufsteiger des vergangenen Jahres, der Jamaica im Norden ermöglichte und seitdem ein sehr gefragter Mann in Berlin ist. Nicht wenige sagen ihm eine noch größere Karriere auf Bundesebene voraus, wenn die CDU die Nach-Merkel-Zeit einläutet und die Weichen in Richtung Zukunft stellt. Aber allein Bundespräsident für fünf Tage müsste sich gut und prickelnd anfühlen, auch wenn derzeit keine staatstragenden Entscheidungen für den Steinmeier-Vertreter anstehen.

Auf jeden Fall sind diese fünf Tage eine gute Übung für den „Ernstfall“: Ab November wird turnusmäßig Schleswig-Holstein dem Bundesrat vorstehen und Ministerpräsident Günther wird als Bundesratspräsident dann auch in die Rolle des ersten Stellvertreters von Frank-Walter Steinmeier schlüpfen. Ein Jahr lang wird Günther parat stehen und den Bundespräsidenten im Urlaub und - was ihm nicht zu wünschen ist -, im Krankheitsfall vertreten – Einsatzzeiten garantiert, denn auch Staatsoberhäupter müssen urlauben. Wer weiß, wer sich in dieser Zeit auf den Besuch des Bundespräsidenten aus Eckernförde freuen darf.

Daniel Günther hat zweifellos eine sehr spannende Zukunft vor sich.

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