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Eckernförder Zeitung

19. November 2017 | 08:06 Uhr

Danebrog made in Germany

vom

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Eckernförde | Die Dänen behaupten, dass der Danebrog die älteste Nationalflagge der Welt wäre. Das ist falsch! Denn Nationalflaggen gibt es erst seit der Französischen Revolution 1789. Bis dahin gab es nur Fahnen. Das rote Tuch (dän. Danebrog) wurde erst 1854 als Nationalflagge dort eingeführt. Es ist aber ein Symbol, zu dem sich die Dänen seit 785 bekennen (hängt dort selbst als Schmuck am Weihnachtsbaum, wie bei uns das Lametta).

Am 15. Juni 1219 geriet der dänische König Waldemar II (war der erste Mauerbauer Europas, gefolgt von Ulbricht) in arge Bedrängnis, als er im Begriff war, sich das heidnische Estland anzueignen. Das Gefecht zu Reval schien zu Gunsten der Esten zu kippen. In größter Not stellten sich die dänischen Bischöfe, die das Heer begleiteten, auf einen Hügel und riefen Gott um Hilfe an. Während der Gebete öffneten sich die Wolken und ein großes rotes Tuch mit einem weißen Kreuz schwebte vom Himmel herab. Ein sichtbares Zeichen, dass der Herr den Dänen gnädig gesinnt war (seitdem glauben alle Dänen, im Himmel über Reval besäße der liebe Gott eine Weberei und Färberei). Dieses Zeichen gab den Dänen neuen Mut. Sie gewannen die Schlacht.

Soweit die Historie, jetzt zu den Tatsachen: Die Dänen waren - wie auch die Schweizer und die Malteser - immer Vasallen der deutschen Kaiser, bis sich die Dänen gegen Norddeutschland stellten. Die Dänen waren immer dort, wo die deutschen Kaiser Krieg führten. Die dänischen Söldner sah man so, jedenfalls in Europa, immer in Verbindung mit den Deutschen, bis 1219 bereits 800 Jahre lang. Das Banner der (des) deutschen Kaiser(s) war ein rotes Tuch mit weißem Kreuz (England: weißes Tuch rotes Kreuz. Frankreich: weißes Tuch gelbe Lilie). Bedingt durch die Bannerform, war das Kreuz seitlich versetzt. Diese Fahnen hatten eine Einmaligkeit, waren an eine Person oder an Gruppen gebunden. Wo diese deutsche Fahne (jetzt Danebrog genannt) war, war der deutsche Kaiser. 1219 war es die Fahne Friedrich II. Tatsache ist, dass Waldemar II., genannt der Sieger, die Schlacht bei Reval geschlagen und gewonnen hat. Auch, dass der Danebrog, wie man das weiße Kreuz auf rotem Tuch heute in Dänemark nennt, seit dieser Zeit nationales Symbol der Dänen ist. Nur - er (es) ist geklaut! Der Waldemar ist unter falscher Flagge (Fahne) gesegelt!

Waldemar, in seiner Not vor Reval, ließ sich etwas einfallen, um zum an sich aussichtslosen Sieg zu kommen. Er gaukelte den Esten das Heer des deutschen Kaisers vor, indem er dessen Banner missbrauchte. Denn als die Esten das weiße Kreuz auf rotem Grund entdeckten, glaubten diese, der deutsche Kaiser wäre den Dänen mit seinem Heer zu Hilfe geeilt. Was aber in diesem Fall nicht stimmte. Die Esten fielen auf eine Finte herein. So ist aus einem taktischen Schachzug, mit der unbotmäßigen Hissung einer fremden Fahne, ein Dauerbrenner geworden (Danebrog made in Germany).

Das schlechte Gewissen wegen dieses Fahnenklaus, gegenüber den Deutschen, steckt den Dänen aber heute noch in den Knochen, denn in ganz Dänemark ist es verboten, eine andere Flagge als die des deutschen Kaisers, den Danebrog, zu hissen. Die Dänen haben als Gottesstrafe für den damaligen Sieg noch heute unter der deutschen Kaiserfahne zu leiden.

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