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Eckernförder Zeitung

19. August 2017 | 15:30 Uhr

Super Saison : Damper Hafen auf Erfolgswelle

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Bis Ende Oktober wird im Yachthafen Damp aufgeslippt. Ein Drittel der Boote liegt noch im Wasser. Zurzeit beraten die Verantwortlichen intern über eine Hafenmodernisierung.

Noch liegen viele Boote fest vertäut an den 14 Stegen im Yachthafen von Damp. Der stramme Nordost-Wind der letzten Tage verzögert das alljährliche Aufslippen der Boote zurzeit. Seit Anfang des Monats geht es Schlag auf Schlag, nur zu starker Wind bremst die Arbeiten aus.

Die Hafenmeister und Mitarbeiter Tim Schulze und Philipp Petersen haben zurzeit immer einen Blick auf die Wettervorhersagen. Aufslippen ist nur bei maximal fünf bis sechs Windstärken möglich, berichtet Petersen, der seit März zum Team gehört. Der ehemalige Marinesoldat, der in Olpenitz noch Schnellboot fuhr, hat den Terminkalender voll. Bis Ende Oktober sollen die Boote aus dem Wasser sein. Noch aber ist er zuversichtlich, dass am Wochenende wieder Boote mit dem großen Kran, er hebt bis 12,5 Tonnen, aus dem Wasser auf bereitstehende Anhänger schweben. Ein Drittel der Boote befindet sich noch im Wasser.

„Die Saison war gut“, zieht Thomas Ringsleben, Bereichsleiter Wirtschaft, Freizeit und Hafen im ostsee resort damp, eine positive Bilanz. Er sorgt für eine reibungslose Zusammenarbeit von Hafenbetrieb und Tourismus. Alle 270 Dauerliegeplätze waren belegt. Werbung brauchten sie im Frühjahr nicht zu machen, um die wenigen freiwerdenden Liegeplätze neu zu vergeben, so Ringsleben.

Hinzu kommen noch gut 100 Gastliegeplätze, die sehr stark nachgefragt waren. Und wenn im kommenden Jahr das neue Entdeckerbad seine Türen an Ostern öffnet, dann könnten sie auch 200 Gastliegeplätze anbieten, so groß sei die Nachfrage nach dem Ausflugsziel. „Für uns sind die Segler Gäste wie in den Hotels oder Ferienhäusern“, sagt Ringsleben. Sie bekommen wie Hotelgäste eine Clubkarte, mit der sie besondere Angebote des Standortes günstiger nutzen können. Die Liegeplätze sind mit Trinkwasser-Schlauchanschluss und einer 220-V-Steckdose ausgerüstet. Zusätzlich steht eine Bootstankstelle zur Verfügung.

Angesichts der positiven Entwicklungen denken die Verantwortlichen über eine Weiterentwicklung des Hafenbetriebs nach. Hier gehe es nicht um Reparaturen, sondern um eine Modernisierung, macht Ringsleben deutlich. So etwas sei aber nicht mal eben machbar, so dass er noch keine Aussagen machen könne. Fest stehe aber, dass Studenten eine wissenschaftliche Arbeit zu Strömungsveränderungen an der Damper Mole erarbeiten werden, verrät er. Helios investiere in den Standort, sagt Ringsleben, vieles sei auf den ersten Blick nicht sichtbar. Beispielsweise wurde der Yachthafen in diesem Jahr digital vermessen. Nicht jedes Boot kann mit seinem Tiefgang überall liegen. Die Hafenmeister wussten bislang ungefähr die Tiefen, jetzt wissen sie es genau. Exakter erfolgen kann jetzt auch das jährliche Ausbaggern des Hafens, in dem sich die Saison über viel Sand sammelt. Festmachen können Boote ab vier Meter bis hin zum Traditionssegler. Imposantester Besucher war in diesem Jahr eine 22 Meter Motorjacht, berichtet Petersen. Solche Schiffe bekommen einen Liegeplatz an einem extra Tiefwassersteg. Viele Traditionssegler mit Jugendgruppen steuern Damp an. Sie seien immer begeistert, wie gut der Hafen ausgestattet sei und dass sich zwei lange Sandstrände in unmittelbarer Nähe befinden, ergänzt Pressesprecherin Melanie Jaeger.

Überhaupt hätten der Hafen und der Südstrand von dem Neubau des Hafenmeistergebäudes mit Bistro, Sanitäranlagen und DGzSR-Station im Vorjahr profitiert. Hinzu kam die Renovierung der Albatros, ein über 100-jähriges altes Dampfschiff, auf dessen Brücke beim Hafenfest im Sommer eine DLRG-Wache eingerichtet wurde.

„Die Resonanz bei Gästen und Veranstaltern des Hafenfestes war sehr groß“, sagt Ringsleben, der Wunsch nach einer Wiederholung war so groß, dass jetzt schon der Termin für das Jahr 2014 (31. August) festgelegt wurde, so Jaeger.

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