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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 13:11 Uhr

Windkraft : Damp: Hoffnung auf weniger Windkraft

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Damper Gemeinderat beschließt Abgabe einer frühzeitigen Stellungnahme zur Teilfortschreibung des Regionalplans Windkraft

von
erstellt am 28.Mai.2016 | 06:21 Uhr

Damp | Gut aufgestellt sieht sich die Gemeinde Damp nach der Präsentation einer frühzeitigen Stellungungnahme zur Teilfortschreibung des Regionalplans zum Windkraftausbau. Danach sieht die Ausarbeitung des von Damp und sechs weiteren Schwansener Gemeinden beauftragte Planungsbüro Olaf (wir berichteten) eine Verringerung der für Windkraft denkbaren Flächen im Gemeindegebiet vor. Einstimmig beschlossen die Gemeindevertreter unter Leitung von Bürgermeister Horst Böttcher, die Stellungnahme ausschließlich für die Damper Flächen, an die Staatskanzlei einzureichen. Diese hätte zwar keine rechtliche Bindung für die Staatskanzlei aber, so stellte Böttcher fest: „Wenn die Landesplanung ihren eigenen Vorgaben nicht folgt, müsse sie das schon genau begründen“, sagte er auf Nachfrage der EZ . Ziel der Ausarbeitung ist die Zusammenfassung von Argumenten und Begründungen, die eine Ausweisung von Suchflächen für Windkraft betrachten.

In der Stellungnahme hat das Büro die bekannten Abwägungskriterien, die die Landesplanung zu weichen Tabukriterien hoch stufte, detailliert in die letzte bekannte Windeignungsflächen-Suchkarte übertragen. Die Hochstufung erfolgte im Zuge der weiteren Konkretisierung des Landesplanung, um die bisher rund 3,7 Prozent Landesfläche auf gut zwei Prozent Windkrafteignungsflächen zu reduzieren, sagte Christopher Enders vom Büro Olaf bei der Sitzung der Gemeindevertretung.

Im Detail liegt ein Teil der Suchfläche RD-Eck 2 auf Damper Gebiet. Die Fläche werde zwar durch einen drei Kilometer breiten Schutzstreifen und eine Vogelzug-Zone zur Ostsee, eine teilweise Lage im Naturpark Schlei und infolge des Denkmalschutzes kleiner werden, aber bedingt für Windkraft geeignet sein, so die Einschätzung des Büros.

Die Suchfläche RD-Eck 4 (südlich K 61) liege voll im drei Kilometer breiten Küstenstreifen zur Ostsee, einschließlich Vogelzug-Zone und sei ein touristischer Schwerpunktbereich, so das Büro. Darüber hinaus wirkten sich Denkmalschutz und die Gefahr einer Umzingelung aus, heißt es in der Stellungnahme. Das Büro komme zu dem Schluss, dass die Fläche aufgrund starker Einschränkungen entfallen müsse. Auch ein kleiner Damper-Zipfel in der Fläche RD-Eck 5 (westlich der L 26 Richtung Waabs) könne nach Abwägung entfallen, so Enders. Auf der Fläche, ein Höhenzug im Küstenstreifen, würden Windkraftanlagen wie ein Riegel wirken. Wenn, dann könnte überhaupt im südwestlichen Bereich der Fläche eine Windeignungsfläche in Nähe zu den bestehenden Windkraftanlagen in Loose/Waabs entstehen, so das Büro in seiner Auswertung. Wenn die Staatskanzlei vermutlich im Sommer den Entwurf des Regionalplans vorstellt, beginnt das offizielle Beteiligungsverfahren, in dessen Verlauf die Gemeinde zur Abgabe einer Stellungnahme aufgerufen wird. „Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit des Büros“, sagte Böttcher und betonte, dass sie selber nicht in der Lage gewesen wären, etwas Vergleichbares zusammenzustellen.

Mit Mehrheit stimmte die Vertretung einem Ergänzungsvertrag mit dem Vorhabenträger im vorhabenbezogenen B-Plan 5/VI Ostseebad Südwestteil/Parkplatz, Golf, Wasserski (Wohnmobilpark) zu. Darin sichert dieser zu, bis Ende 2017 ein Mitarbeitergebäude mit zehn Appartements zu errichten. Fünf dürfe er an seine Mitarbeiter vermieten, weitere fünf ausschließlich an Mitarbeiter von Damper Firmen. Um das sicherzustellen, müssen entsprechend Mietverträge vor Unterzeichnung dem Damper Bürgermeister vorgelegt werden. Kritisch sah dies die CDU-Fraktion, für die Raidum Rodde daran erinnerte, dass laut Vertragstext dort nur Mitarbeiter des Vorhabenträgers zur Miete wohnen dürften. Dies hätte auch die Amtsverwaltung festgestellt. Dazu sei eine Änderung des B-Plans auf Kosten des Vorhabenträgers nötig. Dem stimmte Böttcher zu, stellte aber fest, dass im B-Plan nur von einem Mitarbeitergebäude die Rede sei. Sollte bei der Bauantragstellung des Vorhabenträgers dies bemängelt werden, würde es auch eine Lösung geben. Ebenfalls mit Mehrheit wurde im Zuge der Verlängerung von Durchführungsfristen in dem oben genannten B-Plan dem Vorhabenträger gestattet, seinen gastronomischen Betrieb zu erweiteren. Der Vorhabenträger kündigte der Vertretung schriftlich an, dass er in Kürze einen Bauantrag stellen werde um ab Oktober 2016 mit den Arbeiten zu beginnen.

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