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Katastrophenschutz : Damp für Katastrophenfall gerüstet

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die Freiwillige Feuerwehr Damp hat ein Fahrzeug für den Katastrophenschutz übernommen.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Damp | Die Freiwillige Feuerwehr Damp-Dorotheenthal profitiert vom Ausbau der Katastrophenschutz-Flotte durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Gemeindewehrführer Michael Leckband und sein Stellvertreter, Uwe Wichert, haben jetzt ein neues Einsatzführungsfahrzeug in Rendsburg abgeholt. Damit verfügt die Wehr nun über eines der modernsten Autos, die es derzeit im Kreis gibt.

Hintergrund der Neuanschaffung ist, dass der Kreis seine sechs Katastrophenschutz-Abteilungen mit neuen Fahrzeugen ausstattet. Von dem jüngsten Auto aus sollen künftig die Einsätze der Bereitschaft „Wasserförderung“ geleitet werden. Das passt zur Standortwahl, denn der stellvertretende Wehrführer Uwe Wichert ist gleichzeitig auch Bereitschaftsführer. Er hat somit sein Arbeitsmittel direkt vor Ort – sollte die Katastrophenschutz-Einheit angefordert werden, kann er mit dem Wagen direkt zur Bereitschaftssammelstelle nach Büdelsdorf fahren. Von dort aus geht es dann zum Einsatzort, etwa in Hochwassergebiete, die durchaus außerhalb des Kreises liegen können.

Das neue Fahrzeug ist laut dem stellvertretenden Kreiswehrführer Fritz Kruse mit einem Funkplatz, Anschlüssen für Computer und einem Faxgerät ausgestattet. Somit kann es in Katastrophenfällen eine direkte Verbindung mit dem Lagezentrum in Rendsburg aufbauen. „Bisher lebte die Bereitschaft aus dem Koffer“, machte Uwe Wichert den Fortschritt klar. Wehrführer Michael Leckband sieht das auch so: „Der Führungskraftwagen macht es uns einfacher, den modernen Anforderungen gerecht zu werden.“ Seiner Wehr kommt es zugute, weil sie es auch bei herkömmlichen Bränden einsetzen wird. Es ersetzt den zwölf Jahre alten Einsatzleitwagen der Damp-Dorotheenthaler Kameraden, der aber im Fahrzeugbestand bleiben soll.

110  000 Euro hat der Mercedes mit sieben Sitzen und Allradantrieb gekostet. 25  000 Euro gab die Gemeinde Damp dazu. Der Rest kam vom Kreis. „Wir sind dankbar, dass wir das Fahrzeug bei den Kameraden in Damp-Dorotheenthal adäquat unterstellen können“, sagte Kreiswehrführer Mathias Schütte bei der Übergabe. Im Gegenzug sorgt die Wehr für die Ausbildung ihrer Mitglieder, um alle Möglichkeiten der neuen Ausrüstung auszuschöpfen. „Damit sind wir als Schwerpunktfeuerwehr jetzt bestens ausgerüstet“, sagte Damps Bürgermeister Horst Böttcher, als er die Zündschlüssel von Carsten Ludwig, Fachbereichsleiter für Umwelt, Kommunal- und Ordnungswesen beim Kreis, entgegen nahm. „Eine immer weiter modernisierte Flotte im Katastrophenschutz würde nichts bringen, wenn wir nicht so engagierte Wehrleute hätten“, sagte Ludwig. Dafür könne der Kreis den Freiwilligen nicht genug danken.

Von den rund 8000 Feuerwehrleuten im Kreis engagieren sich etwa 1000 zusätzlich in einer der sechs Katastrophenschutz-Bereitschaften. Sie kommen nicht nur bei Hochwasser, sondern zum Beispiel auch bei langen Stromausfällen oder chemischen Gefahren zum Einsatz.

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