Triathlon : Dahl und Probst holen sich Gelbe Trikots

Ankunft der schnellsten Schwimmer: Stephan Naujoks kommt als Erster aus dem Noor, dahinter Jens Dahl und der spätere Sieger Matthias Probst.
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Ankunft der schnellsten Schwimmer: Stephan Naujoks kommt als Erster aus dem Noor, dahinter Jens Dahl und der spätere Sieger Matthias Probst.

Der „Club de Fer“-Triathlon feierte Jubiläum bei Regen und Gewitter. Dabei gab es in diesem Jahr beim Sieger-Gespann eine Premiere.

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07. Juli 2014, 06:00 Uhr

Seit nunmehr 25 Jahren wird an der Schlei alljährlich der „Club de Fer“-Triathlon als offene Vereinsmeisterschaft des Borener SV gestartet. Auch beim Jubiläum des Triathlon-Treffs ließen sich die Athleten wie so oft im vergangenen Vierteljahrhundert auch von ungemütlichen Rahmenbedingungen nicht abschrecken. Über 20 Aktive kämpften im Lindauer Noor und auf den Straßen an der Schlei um die „Gelben Trikots“ der Vereinsmeister. Neben den BSV-Triathleten nutzten auch sportliche Gäste aus den Nachbarvereinen die Gelegenheit, auf den anspruchsvollen Strecken des etwas verlängerten Jedermann-Triathlons (500 m Schwimmen, 22 km Rad, 6 km Laufen) die Form zu testen. Nach dem Schwimmen im ruhigen Schleiwasser wurden die Ausdauersportler auf der Rad- und auf der Laufstrecke immer wieder von heftigen Regengüssen erwischt, die aber den Elan der Aktiven nicht bremsten.

Zum Jubiläum des „Club de Fer“ gab es bei der Vergabe der Meistertrikots eine Premiere. Mit Regina Dahl und Matthias Probst bilden 2014 zwei Aktive das Champions-Paar, die auch abseits des sportlichen Geschehens eng verbunden sind. Zwei Wochen nachdem Regina Dahl gemeinsam mit ihrem Vater Jens Dahl den Altersklassen-Landesmeistertitel bejubeln durfte, konnte sie ihr Glück als Vereinsmeisterin nun erstmals mit ihrem Lebensgefährten Matthias Probst teilen.

Während Regina Dahl bereits zum siebenten Mal das „Maillot jaune“ überstreifen durfte, war der Erfolg für Matthias Probst eine Premiere. Der 38-jährige nutzte die Gunst der Stunde, die sich durch das Fehlen von Titelverteidiger Nick Hansen ergeben hatte, der zeitgleich für den SHTU-Landeskader beim Deutschland-Cup in Düsseldorf an den Start ging. „Heute war die Chance da, die es bestimmt nicht so oft gibt. Die musste ich nutzen“, erklärte der neue Vereinsmeister. Nach dem Schwimmen ging Stephan Naujoks als Erster auf die Radstrecke und hielt die Führung auch bis zum letzten Wechsel. Matthias Probst lag jedoch stets nur wenige Sekunden zurück und zog dann bereits nach dem ersten Laufkilometer an Naujoks vorbei. Seinen ersten Platz verteidigte er dann auch gegenüber dem laufstarken Verfolger Norman Bromberg. Nach 1:10,39 Stunde durfte Probst seinen ersten Sieg beim „Club de Fer“-Triathlon bejubeln, ehe Bromberg nach 1:11,20 Stunde folgte. Auf den dritten Platz stürmte Philipp Grotrian vom Eckernförder MTV als schnellster Gaststarter. Mit einer der schnellsten je auf der 6-km-Laufstrecke am Schleiufer gelaufenen Zeit (19:07 Min.) arbeitete sich der 19-jährige EMTV-Athlet noch vom zehnten auf den dritten Platz nach vorn.

In der Damenkonkurrenz dominierte Regina Dahl ungefährdet das Renngeschehen und gewann in 1:16,01 Stunde mit komfortablem Vorsprung vor Dorit Benske aus Winnemark (1:25,06 Std.) und BSV-Vereinskameradin Antje Seyd (1:35,36 Std.).

Von EMTV-Nachwuchstalent Marc Radeleff bis zum 73-jährige BSV-Oldie José Molero-Membrilla reichte die Palette des Teilnehmerfeldes und bot damit zum Jubiläum die passende Verbindung von Tradition und Zukunft des Klassikers der Triathlonszene nördlich und südlich der Schlei.

Obwohl die Triathlon-Abteilung des Borener SV ihre Heimat nördlich der Schlei hat, waren es in den vergangenen 25 Jahren mehrheitlich Athleten aus Schwansen und Eckernförde, die beim „Club de Fer“ die Akzente setzten. Neben dem Riesebyer Nick Hansen und der aus Rieseby stammenden jetzigen Kappelnerin Regina Dahl durften seit 1989 noch viele weitere Triathleten jubeln, die über die Schleibrücke angereist waren. Rekordvereinsmeister Thomas Helbig nahm das gelbe Trikot fünf Mal mit nach Eckernförde. Auch die früheren Eckernförder Carsten Menge, Andreas Heerwagen und Torsten Schreiber und die Riesebyer Jens Dahl und Bernd Münch trugen das legendenreiche gelbe Textil.

Der „Club de Fer“-Triathlon war für viele Starter auch die passende Einstimmung auf die interessanten Herausforderungen der kommenden Wochen. Am 27. Juli wartet in Eckernförde die zweite Auflage des Ostseetriathlons. Eine Woche zuvor wird am 19. Juli in Kosel der 2. Schwansen-Man gestartet, bei dem ein Zweikampf mit ständigen Wechseln zwischen Schwimmen und Laufen ganz besondere Anforderungen stellen wird.



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