Teckelschau : Dackel auf dem Laufsteg

Unter die Lupe genommen: Zuchtschauleiter Christoph Cornelius und Richterin Waltraut Finnern begutachten den schwarz-roten Rauhaarteckel von Susanne Kühl (v.l.).
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Unter die Lupe genommen: Zuchtschauleiter Christoph Cornelius und Richterin Waltraut Finnern begutachten den schwarz-roten Rauhaarteckel von Susanne Kühl (v.l.).

Gut 20 Vierbeiner bei Teckelzuchtschau im Groß Wittenseer „Schützenhof“.

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27. Februar 2018, 06:20 Uhr

Groß Wittensee | Es war der erste wichtige Termin im Jahr für alle Teckel jeglicher Haarlänge und Fellfarbe: Am Sonntag veranstaltete die „Gruppe Kiel I“ im Deutschen Teckelclub ihre Zuchtschau im Schützenhof.

Richterin Waltraut Finnern hatte alle Hände voll zu tun, die angemeldeten Dackel auf ihre Zuchttauglichkeit zu überprüfen: „Ich achte sehr streng auf die Anatomie, es dürfen keine Zahn- oder Rutenfehler vorhanden sein“. „Wenn ein Hund den Formwert bekommt, wird er zur Zucht zugelassen“. Er müsse jedoch mindestens ein „sehr gut“ bekommen, betonte Waltraut Finnern.

Auch Susanne Kühl und Ulrich Till aus Westerrönfeld stellten ihren schwarz-roten Rauhaardackel am Sonntag vor. „Die Hunde sind sehr treu und besitzen eine eigene Persönlichkeit“, sagte sie. Beide wollten schon immer einen Teckel haben. Ihr zehn Monate alter Rüde sei ein richtiger kleiner Dickkopf. „Wir sind ganz spontan her gekommen und haben uns entschlossen, ihn bewerten zu lassen“, steht für Ulrich Till jedoch der Spaß im Vordergrund.

Andere Gäste hatten eine weitere Anreise hinter sich. Rahil und Ingrid Warweg aus Neinstedt im Ostharz hatten fünf Stunden Autofahrt in Kauf genommen, um sich in Groß Wittensee mit der Züchterin ihres Familienzuwachses zu treffen. In ihren ersten Teckel, die Rauhaardame „Motte“, hatte sich Rahil Warweg im Tierheim verliebt. Nun soll sie Gesellschaft bekommen. „Da ist etwas gewachsen, das ist etwas Besonderes“, freuten sich Mutter und Tochter Warweg über den Kontakt zu Vera Kwaterski, die laufend über die tragende Hündin und die Geburt der Welpen berichtet hatte. In drei Woche steht nun der Umzug nach Sachsen-Anhalt bevor.

Im Anschluss an die Vorstellung der Teckel durch die erwachsenen Besitzer und Hundeführer durften auch die Kleinen ihr Können im Umgang mit den Vierbeinern in so genannten Juniorhandling unter Beweis stellen. Für Greta Dann (6) aus Rieseby war es die erste Veranstaltung dieser Art. „Es hat Spaß gemacht“, resümierte sie nach der Bewertung. Sonst spiele sie meist draußen mit dem Teckel der Familie. Ebenfalls in der Gruppe der Kleinsten führte Jonne Bro-Bonifer (4) aus Büdelsdorf einen Hund vor. „Hier gehen wir aber wieder hin!“, forderte Jonne, der bereits seinen dritten Auftritt mit dem Teckel hatte, von seinem Vater.

Zufrieden mit der Zuchtschau zeigte sich auch Thomas Kwaterski: „Wir hatten zwar nicht ganz so viele Anmeldungen wie im vergangenen Jahr“, berichtete der Vorsitzende der Kieler Gruppe. „Das ist aber wahrscheinlich auf das Wetter zurückzuführen, also ist alles in bester Ordnung“.

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