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Musiker-Interview : Culcha Candela mischt den Norden auf

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Die bekannte Hip-Hop-Band spielte in Kiel vor rund 12 000 Fans. EZ -Jugendredaktion traf die vier Jungs zum Interview.

von
erstellt am 24.Jul.2017 | 06:32 Uhr

Eckernförde | Culcha Candela war einer der Höhepunkte im Musikprogramm der diesjährigen Kieler Woche. Bevor die Band aber ihren erfolgreichen Auftritt auf der RSH- Bühne hinlegte, standen die Musiker unserer Jugendredaktion Rede und Antwort. Die Jungs hatten zwei Singles ihres neuen Albums „Feel Erfolg & Rodeo“ im Gepäck und spielten diese zum allerersten Mal überhaupt. Die Berliner Band zeichnet sich vor allem durch gute Laune und Leichtigkeit aus. Zu ihrem Konzert war der Platz vor der gesamten RSH-Bühne bis auf den letzten Stehplatz besetzt und die Menge tanzte und sang laut zur Musik. Im Interview antwortete Culcha Candela auf Fragen, die von politischem Tiefgang bis hin zu positiven Vibes reichten.


Wart Ihr schon mal in Kiel, und wie gefällt euch die Stadt?
Wir waren schon öfter hier. Sind hier auch bei jeder Tour mal vorbei gekommen. Auf der Kieler Woche haben wir vor ein paar Jahren auch schon mal gespielt. Kiel hat einen schönen Hafen und die Stadt ist verkehrsgünstig gelegen, man kann schnell rüber nach Dänemark, Polen, Schweden. In unserem Hotel gab es immer Kieler Sprotten zum Frühstück, das finden wir super!


Was verbindet Ihr mit Menschen aus dem Norden?
Das erste was uns einfällt ist Hamburg- Wir lieben den Norden. Kiel ist eine schöne Stadt. Das Sprichwort „Stille Wasser sind tief“ passt auf jeden Fall zu den Nordlichtern. Am Anfang sind sie manchmal ein bisschen zurückhaltend aber dann geht es richtig rund.


Wie würdet Ihr eure Band mit drei Wörtern beschreiben, und was macht euch besonders?
Party, Hits und Haltung. Also wir machen sowohl gute Stimmung, performen zu coolen Songs, aber es ist uns auch sehr wichtig, Haltung in unserem Auftreten und auch in unseren Songs zu zeigen. Uns macht besonders, dass wir auf Spanisch, Englisch und Deutsch singen, wir sind international orientiert. Wir versuchen politische Inhalte nicht zu verkopft zu behandeln und mit Party zu mischen. Des Weiteren wollen wir die Leute erst einmal emotional ansprechen und dann die Message rüberbringen. Wir wollen verbinden und nicht spalten.

Was unterscheidet euch zu anderen Musikbands?
Wir haben keine Berührungsängste, unterschiedliche Stile zu mischen. Wir denken, dass sich viele Leute im Musikbusiness in Deutschland vielleicht ein wenig zu ernst nehmen. Bei uns ist der Zug abgefahren, wir nehmen uns selbst nicht zu ernst. Wir sind der Meinung, dass unsere Songs deswegen auch Leichtigkeit und gute Laune versprühen.


„Party, Hits und Haltung“ ist das Motto für euer neues Album. Wird das dann wieder mehr Haltung haben?
Oft ist es so, dass man nicht so viele Leute erreicht, wenn man nur Songs macht, die politisch sind, und man auf dieser Welle reitet. Deswegen machen wir das so, dass wir versuchen einen doppelten Boden in unsere Songs einzubauen, wie zum Beispiel in „Schöne neue Welt“. Das ist ein Partysong, und wir behaupten mal, dass nicht alle Leute die ernste Message hinter dem Song mitbekommen haben, aber ihn trotzdem gefeiert und laut mitgesungen haben. Wir versuchen unsere Popularität zu nutzen, um etwas zu verändern. Je bekannter man ist, desto mehr kann man auch Sachen supporten, die Leute hören einem zu. Wir investieren abseits der Musik auch viel in Organisationen, die Kindern und Jugendlichen helfen. Wir sind zum Bespiel Partner von der „Arche Botschaft“.

Was ist der Inhalt eures neuen Albums?
Wir finden, dass es das beste Album ist, das wir bis jetzt überhaupt rausgebracht haben. Wir haben uns große Mühe damit gegeben, und es gibt einen Deluxe-Inhalt in dem Album. Es ist weniger politisch als das letzte, aber dafür sehr direkt und eingängig. Wir wollen mit unserer Musik viele Leute erreichen und positive Energie abgeben.

Um noch mal auf Kiel zurückzukommen, seid Ihr Wassersportler oder eher wasserscheu?
Wasserski sind wir schon gefahren. Und was auch Spaß macht, ist Jetski fahren, schnorcheln und schwimmen.

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