Neues Vereinsheim des 1.FC Schinkel : Container erleichtern das Vereinsleben

Teamarbeit: Freundeskreisvorsitzender Hauke Baasch (v.l.), Vereinsvorsitzender Rolf Timmermann sowie Klaus Kelm und Klaus Juschkat vom Freundeskreis präsentiertendas neue Vereinsheim.
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Teamarbeit: Freundeskreisvorsitzender Hauke Baasch (v.l.), Vereinsvorsitzender Rolf Timmermann sowie Klaus Kelm und Klaus Juschkat vom Freundeskreis präsentiertendas neue Vereinsheim.

Einweihung des neuen Vereinsheims des 1. FC Schinkel / Containerkonstruktion ersetzt einen Neubau

shz.de von
04. Juni 2018, 06:29 Uhr

Schinkel | „Was lange währt, wird endlich gut“ – dieses Sprichwort trifft auch auf das neue Vereinsheim des 1. FC Schinkel zu, das gestern offiziell eingeweiht wurde. 2016 begann man mit der Planung für ein neues Vereinsheim; der alte Holzunterstand war in die Jahre gekommen und man liebäugelte mit einem festen Gebäude. Das allerdings hätte mit über 150 000 Euro zu Buche geschlagen, wie Klaus Juschkat und Klaus Kelm vom Freundeskreis des 1. FC Schinkel sagten. Zuviel, zumal es auch keine ausreichenden Fördermittel gegeben hätte. Da kam das Angebot vom Land Schleswig-Holstein gerade recht, das über das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein (GMSH) für Flüchtlinge angeschaffte Container, die nicht mehr gebraucht wurden, für gemeinnützige Zwecke kostenfrei anbot. „Wir waren mit die Ersten, die beim GMSH nach Containern anfragten“, so Klaus Juschkat.

Im Frühjahr 2017 wurden insgesamt zehn Container aus Boostedt und Seeth abgeholt – „nagelneu und „originalverpackt“, wie Klaus Kelm betonte. Sieben der 20-Fuß-Container wurden für das neue Heim benötigt, drei sind für weitere Zwecke vorgesehen. Bis die Container sich in ein Vereinsheim verwandelten, dauerte es aber noch. Genehmigungsverfahren, zu erfüllende Auflagen, Statik – das alles dauerte. Und auch der Regen machte Verein und Freundeskreis zeitweise einen Strich durch die Rechnung. „Als es mit dem Bau endlich losging, hat’s aber Spaß gemacht“, so Vereinsvorsitzender Rolf Timmermann.

Mit viel Eigenleistung wurde die Sohle geschüttet, die vorher zwischengelagerten Container zusammengestellt und teilweise noch zusammengebaut. Beim Zusammenbau einiger Container wurden große Glaselemente eingesetzt, sodass man jetzt von drinnen einen tollen Ausblick auf den Sportplatz hat. Neben Toiletten und Abstellräumen für Equipment bildet der größte Teil der insgesamt 105 Quadratmeter großen Fläche der Raum für die Bewirtung von Gästen, Spielern und Schiedsrichtern. „Unsere Veranstaltungen wie beispielsweise den Bingo-Abend werden wir weiter wie bisher im Redderkrog abhalten“, betonte Kelm.

I-Tüpfelchen wie eben die große Fensterfront oder auch das Dach mit der heruntergezogenen roten Blende runden das Gebäude ab. „Hier ist durch Fachkräfte im Freundeskreis etwas Professionelles entstanden“, so Juschkat. Dazu gratulierte auch Bürgermeisterin Sabine Axmann-Bruckmüller, die darauf hinwies, dass der Bau ohne das ehrenamtliche Engagement nicht möglich gewesen wäre. Die Organisation und auch die finanziellen Mittel für Transport, Zwischenlagerung, Aufstellung der Container per Kran und sonstige Aufwendungen kamen vom Freundeskreis, die Gemeinde stellte das Grundstück zur Verfügung. Die Frage, was das Ganze letztendlich gekostet hat, konnte oder wollte niemand so recht beantworten. „Aber“, sagten Juschkat und Kelm unisono, „es war wesentlich günstiger als ein festes Haus“. Und so feierten Verein und Freundeskreis gestern mit Unterstützern, Sponsoren und Unternehmen der Bandenwerbung das neue Vereinsheim – mit Speis und Trank und Musik der Eckernförder Band „plan los?“

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