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immer noch Gesperrt : Christians Erbe am Noorwanderweg

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Der Noorwanderweg ist noch immer nicht für die Öffentlichkeit freigegeben. Beim Orkantief Christian sind Dutzende Bäume umgekippt – sie können wegen des Dauerregens nicht mit dem erforderlichen schweren Gerät abtransportiert werden.

Eckernförde | Der Noorwanderweg ist noch immer gesperrt – zumindest offiziell – auch wenn einige Hinweisschilder schon dem Vandalismus zum Opfer gefallen sind. Während des Orkantiefs Christian waren Dutzende Bäume entwurzelt worden und quer über den Weg gefallen, so dass er nicht mehr passierbar war. Dann kam „Xaver“ und tat sein Bestes, um weitere Schäden anzurichten. „Die Menge an umgekippten Bäumen können wir mit eigenen Kräften nicht bewältigen“, sagt Sylvia Bendt, Leiterin der Stadtgärtnerei, deren Leute nach „Christian“ im gesamten Stadtgebiet Bäume fällen oder auslichten mussten. Deshalb wurde ein Unternehmen beauftragt, das die Bäume zersägt hat und entsorgen soll. Das Problem: „Um die Stämme abzutransportieren und das Buschwerk zu schreddern, muss das Unternehmen mit schwerem Gerät anrücken. Das ist bei dem vielen Regen zurzeit jedoch nicht möglich, weil der Boden so durchweicht ist“, sagt Sylvia Bendt.

Zwischen der Noorfischerei und Carlshöhe sind die Baumarbeiten am Noorwanderweg soweit abgeschlossen, bestätigt Bauamtsmitarbeiter Torben Krüger. Zwischen Carlshöhe und Schnaap jedoch werden noch immer Sägearbeiten ausgeführt – auch lockere und lose Äste in den Kronen werden herausgesägt. Wer also den Noorwanderweg betritt, tut dies auf eigene Gefahr. Wem ein Ast auf den Kopf fällt oder in ein Loch tritt und stolpert, kann keine Schadensersatzansprüche stellen.

Wenn alle Bäume entsorgt und alles Buschwerk geschreddert ist, muss die Stadtgärtnerei noch einmal mit dem Hubsteiger die Baumkronen kontrollieren und eventuell übersehene lockere Äste entfernen. Auch muss der Belag des Noorwanderweges wieder in Ordnung gebracht werden. Die entwurzelten Bäume haben große Löcher hinterlassen. Das Problem besteht darin, dass niemand so recht weiß, wie diese großen Wurzeln transportiert werden sollen. „Selbst ein Bagger, der vier Tonnen bewegen kann, ist gescheitert“, sagt Sylvia Bendt. „Die Baumwurzeln haben sich kein Stück bewegt.“

Und damit steht der Noorwanderweg aber nicht allein da: Auch die Parkanlage Osterrade ist für die Öffentlichkeit noch nicht wieder freigegeben. Dort kämpft die Stadtgärtnerei mit den selben Problemen: Auch dort muss noch eine Lösung für die großen Baumstümpfe inklusive Wurzeln gefunden werden. Und auch der Fußweg zwischen dem Amt Schlei-Ostsee im Holm und dem Technik- und Ökologiezentrum (Töz) in der Marienthaler Straße ist noch immer offiziell gesperrt.

 

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erstellt am 10.Jan.2014 | 08:00 Uhr

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