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Eckernförder Zeitung

19. Oktober 2017 | 18:56 Uhr

Comedyabend : Chaos pur in Männer-WG

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ausverkauftes Haus im Café Heldt beim Auftritt von „Die drei lustigen 2“

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 06:57 Uhr

Die Kaffeehausbühne im Café Heldt hat unter Eingeweihten inzwischen einen Namen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass zur Uraufführung von „Die drei Lustigen 2“ schon 14 Tage vorher alles ausgebucht war.

Frei nach der Fernsehserie Männerwirtschaft, der musikalische Intro zu Beginn des Abends war den Älteren sofort wieder im Ohr, haben Lutz Karkowski und Robert Becker, beide gehören auch zum Künstlerstab von Claudia Piehl, einen eigenständigen Comedyabend vom Feinsten gestaltet.

Schnell ist die Geschichte erzählt, die vom chaotischen Fußballjournalisten Leopold (Karkowski) handelt, in dessen Wohnung der ordnungsliebende Gunter (Becker) einzieht, nachdem dieser sich von seiner Dörte getrennt hat. Das Miteinander auf engstem Raum bot dann im Laufe des Abends jede Menge Konfliktstoff, der das Zwerchfell strapazierte, aber auch musikalisch durch die ausgezeichnete Gesangsleistung der beiden Protagonisten beste Unterhaltung für das Ohr war.

Lieder wie „das bisschen Haushalt,…sagt Dörte“ ließen das Publikum mit einfallen, aber auch als Gunter seine neue Internetbekanntschaft mit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“, vorstellte, waren die Zuschauer lautstark mit dabei. Interessierte Leopold in erster Linie Herrenfußball im Fernsehen, nahm er am Ende dann auch Damenfußball „Eigentlich zwei Hobbys, die du doch sonst trennst“, so sein geplagter Mitbewohner, in Kauf.

„Entstanden eher aus einer Laune heraus, spiegelt es im gewissen Maße uns wider, allerdings mit vertauschten Rollen“, gestand Becker (30), der im wahren Leben Kommunikationstrainer ist. Rund zwei Jahre haben die beiden am Programm gefeilt, es im Privaten schon mehrfach präsentiert. Vom bisherigen Erfolg inspiriert soll die kleine Bühnenshow auch langfristig Schleswig-Holstein-weit aufgeführt werden. „Die Vorgabe war, zwei unterschiedliche Charaktere darzustellen“, verriet Karkowski (43), sowohl die Sketche als auch die musikalischen Anteile brauchten viel Vorbereitung. Ob „Sie ist weg“ von den Fantastischen Vier, das von Becker gekonnt „gerappt“ wurde, oder im Duett „Sterne“ aus Les Miserable mit angepasstem Text, die Zuschauer honorierten sowohl die Gesangs- als auch die schauspielerische Leistung mit viel Applaus. Am Ende war es das „Ehrenwerte Haus“ von Udo Jürgens, in dem sich die Männer-WG nicht mehr wohlfühlte und nach einer beifallgewinnenden Zugabe von dannen zog.

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