Marktplatz für Ferienbetreuung : Chancen für gemeinsame Familienzeit

Organisieren das Projekt „Marktplatz für Ferienbetreuung“ (v l.): Bibeth von Lüttichau (ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Hüttener Berge) und Nina Jeß (hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Schlei-Ostsee).
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Organisieren das Projekt „Marktplatz für Ferienbetreuung“ (v l.): Bibeth von Lüttichau (ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Hüttener Berge) und Nina Jeß (hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte des Amtes Schlei-Ostsee).

Die Gleichstellungsbeauftragten der Ämter Schlei-Ostsee und Hüttener Berge veranstalten zum zweiten Mal das Projekt „Marktplatz für Ferienbetreuung“. Familienministerin Kristin Alheit hat die Schirmherrschaft für die Plattform übernommen.

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17. Juli 2015, 04:49 Uhr

Damp | Die Sommerferien stehen vor Tür, aber Vater und Mutter müssen beide arbeiten. Bestenfalls nutzen sie ihren Urlaub in den Ferien für die wechselseitige Betreuung ihrer Kinder – die gemeinsame Familienzeit, die von vielen gewünscht wird, bleibt auf der Strecke. Besonders in den Ferien gestaltet sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schwierig. Nicht immer stehen Großeltern für die Betreuung des Nachwuchswes bereit. Hier hilft das Projekt „Marktplatz für Ferienbetreuung“. Organisiert von der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Schlei-Ostsee, Nina Jeß, und der ehrenamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Amtes Hüttener Berger, Bibeth von Lüttichau, werden am 19. September 17 Aussteller die Gelegenheit nutzen, sich und ihr Angebot den Familien zu präsentieren.

„Es ist eine Plattform zum gegenseitigen Kennenlernen der Anbieter sowie der Eltern und ihrer Kinder in einer lockeren, entspannten Atmosphäre“, beschreibt Nina Jeß den Marktplatz. Ermutigt von der positiven Resonanz im Gründungsjahr 2014 haben die beiden Frauen ein vielfältiges Angebot an Ferienangeboten für das Jahr 2016 zusammengetragen. Vom Bogensport und Schulbauernhof in Schwansen über Feriencamps im Dänischen Wohld bis zum Hof Bullerby in Borgwedel und Wassersportclub in Wittensee reicht die Bandbreite. Jeß und von Lüttichau haben bei der Auswahl großen Wert auf Regionalität und die Möglichkeit für Naturerfahrung der Kinder gelegt.

Für die Auswahl der Betreuung stehe für viele Eltern die Frage des pädagogischen Ansatzes des Anbieters im Vordergrund, erklärt von Lüttichau. Der Marktplatz biete auch in dieser Hinsicht genügend Angebote.

Mit der Plattform „Marktplatz für Ferienbetreuung“ verfolgen die Gleichstellungsbeauftragten nicht nur die Stärkung der Familien, indem sie ihnen durch die Betreuungsangebote in unterschiedlichen Preiskategorien eine gemeinsame Familienzeit ermöglichen, wenn die Eltern zeitgleich in den Ferien ihren Urlaub nehmen können. Die Steigerung der Attraktivität des ländlichen Raums ist beiden ein ebenso wichtiges Anliegen. „Der ländliche Raum muss ein Zeichen setzen“, ist sich Bibeth von Lüttichau (60) sicher. Gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel müssten junge Familien erfahren, dass es sich lohne, auf dem Land Nachwuchs zu erziehen.

Nicht nur die Familien können am Ende dieser Sommerferien das Angebot des Projekts „Marktplatz für Ferienbetreuung“ in Form von Flyern einsehen. In diesem Jahr werden auch die Arbeitgeber der Region verstärkt an der Aktion beteiligt. Nina Jeß hat alle großen Firmen und nahezu alle Arztpraxen angeschrieben. „Der Großteil der dortigen Angestellten besteht aus Frauen“, erklärt die 40-Jährige, selbst Mutter zweier Söhne (fünf und sieben Jahre), die potenzielles Interesse haben könnten. „Ich sehe bei der Ferienbetreuung auch die Arbeitgeber in der Verantwortung“, sagt Jeß. Sie wünsche sich eine verstärkte Beteiligung der Firmen, beispielsweise in finanzieller Form, was besonders Alleinerziehenden zugute komme.

Neu in diesem Jahr ist die Unterstützung von höchster staatlicher Stelle. Familienministerin Kristin Alheit hat die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen. Der damit verbundene finanzielle Zuschuss wurde für die Gestaltung des Flyers verwendet. In einem Treffen Anfang September informieren Jeß und von Lüttichau die Ministerin persönlich.

Auch wenn man keine Ferienbetreuung suche – ein Familienausflug sei der Marktplatz allemal wert, sind sich beide Gleichstellungsbeauftragten sicher. Zahlreiche Mitmachaktionen der Aussteller, das Umweltinformationszentrum (UIZ) im Noorwanderweg, gleichzeitig die Eichhörnchenstation in Eckernförde, als Veranstaltungsort sei schon allein einen Besuch am Sonnabend, 19. September, wert.

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