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Eckernförder Blütenpracht : CDU fordert neue Grünpflegedebatte

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Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Es gibt Kritik am Pflegezustand der städtischen Grünanlagen: Eckernförde soll wieder blühen wie in vergangenen Zeiten. SPD, SSW und Grüne setzen auf ökologische Aufwertung, die CDU möchte eine Generaldebatte über den künftigen Pflegekurs.

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erstellt am 30.Aug.2014 | 06:47 Uhr

Der Pflegezustand des städtischen Grüns wird derzeit in den Fraktionen der Ratsversammlung und auch innerhalb der Stadtverwaltung diskutiert. Auslöser dafür sind grundsätzliche Erwägungen zur „ökologischen Auswertung der Straßenbegleitbepflanzung im Stadtgebiet“, wie sie der SPD, dem SSW und den Grünen vorschweben, sowie eine kritische Reflexion der Pflegearbeiten, wie sie die CDU-Fraktion in ihrer jüngsten Klausurtagung vorgenommen hat.

SPD, SSW und Grünen bringen am nächsten Dienstag (2. September, 17.45 Uhr, Ratssaal) einen Prüfantrag zur Ermittlung der Kosten und des Pflegeaufwands einer ökologischen Neugestaltung des Grünstreifens an der B 76 / Berliner Straße zwischen Kiekut und Mango’s in den Umweltausschuss ein. Ziel ist es, ein themenbezogenes und einladendes Straßengrün zu schaffen, dass zum einen die biologische Vielfalt stärkt und andererseits den Pflegeaufwand reduziert.

Die CDU-Fraktion hat sich aufgrund der kritischen Rückmeldungen vieler Bürger auf ihrer jüngsten Fraktionssitzung am vergangenen Dienstag ausgiebig mit dem Pflegekonzept der Stadtgärtnerei für die Park- und Grünflächen in Eckernförde befasst. „Wir möchten gerne das Niveau und das Erscheinungsbild vergangener Jahre wieder haben“, fasste die Vorsitzende Katharina Heldt die Zielsetzung ihrer Fraktion in einer Pressemitteilung zusammen. „Wir schätzen die Arbeit der motivierten und engagierten Mitarbeiter der Stadtgärtnerei sehr, doch müssen konzeptionelle Veränderungsmöglichkeiten diskutiert werden dürfen, um das hohe Level der Vergangenheit wieder zu erreichen.“ Die hervorragend gepflegten und bepflanzten Grünanlagen seien früher ein Aushängeschild von Eckernförde gewesen. Diese Bedeutung habe die CDU auch dadurch gewürdigt, dass die Stadtgärtnerei im 2013 personell um eine Stelle aufgestockt wurde, trotz ansonsten strikter Fortführung der Haushaltskonsolidierung.

Die Herbststürme Christian und Xaver aus dem letzten Jahr hätten die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei extrem gefordert und die Zahl und die Größe der zu bewirtschaftenden Flächen hätten stetig zugenommen, teilte die CDU mit. Daher seien jetzt neue Lösungen gefragt. „Wir brauchen jetzt keine weiteren Experimente und müssen das am 30. Mai 2012 vom damaligen Bau- und Umweltausschuss verabschiedete Pflegekonzept für die Grünflächen der Stadt Eckernförde noch einmal unter die Lupe nehmen“, fordert Heldt. Die CDU schlägt daher vor, sich auf das frühere jahrelang bewährte Pflegekonzept zurückzubesinnen und einen Prioritätenkatalog zu entwickeln. So könne sicher gestellt werden, dass die bedeutendsten Punkte in Eckernförde wie Kur- und Bürgerpark und die Entrées in die Stadt „permanent immer vorrangig bearbeitet werden und dauerhaft ein gutes Bild abgeben.“

Die hohe Identifizierung der Eckernförder Bürger mit dem Zustand der öffentlichen Grünanlagen eröffne zudem die Möglichkeit, „die Pflege der einen oder anderen kleineren Fläche ehrenamtlich in private Hände zu übergeben“, schlägt die CDU vor.

Der städtische Mitarbeiter für Naturschutz und Landschaftsplanung, Michael Packschies, betonte auf Nachfrage, dass der derzeitige Pflegezustand nichts mit der 2013 beschlossenen Neuausrichtung der Grünpflege zu tun habe. Das Konzept sei noch nicht umgesetzt worden, sagte Packschies. Seiner Vorstellung nach sollte das städtische Grün aus einer natürlichen, standortangepassten Bepflanzung bestehen, die für ein ansprechendes Erscheinungsbild sorgt und gleichzeitig mit überschaubarem Aufwand zu pflegen sei. Als Beispiel können da vielleicht die teilweise neu angelegten Beete auf einigen Verkehrsinseln wie in der Reeperbahn / Ecke Gerichtsstraße sein. Die Pflanzinsel sehen nicht nur gepflegt aus, sondern erhalten durch die Auswahl und Anordnung der Pflanzen eine besondere maritime Note.

 






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