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NEUER PÄCHTER – NAME BLEIBT : Café Heldt: Neuer Pächter ist ein echter Eckernförder Jung

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Nach 24 Jahren übergeben Armin und Katharina Heldt am 1. Januar 2017 das Kaffeehaus an Thomas und Silke Schulz. Das Gebäude selbst bleibt in ihrem Besitz.

Ein Wechsel bahnt sich in der Geschichte des 136 Jahre alten traditionsreichen Kaffeehauses in der St.-Nicolai-Straße 1 an: Zum 1. Januar 2017 übergeben Armin und Katharina Heldt die Geschicke des Cafés an Thomas und Silke Schulz. 24 Jahre (1992 bis 2016) hat das Ehepaar in den Räumen des Gebäudes, das um 1600 erbaut wurde, gewirkt. Jetzt möchte es sich aus dem Kaffeehaus und der Konditorei zurückziehen. „Wir wollen einfach weniger machen“, begründet Armin Heldt (56) den Ausstieg. Sieben Tage die Woche ist das Café geöffnet, da sei nicht viel Freizeit geblieben, so Katharina Heldt (52). Das Gebäude selbst bleibt in ihrem Besitz. In Zukunft wolle man sich auf den Bereich Vermietung konzentrieren. 14 Zimmer im Haus, 6 Appartements in Hugos Haus (Alte Ratshalle) und 24 Zimmer im Heldt-Hotel müssen betreut werden.

Der neue Chef ist sowohl den Mitarbeitern als auch den Gästen kein Unbekannter. Thomas Schulz (45) ist ein echter Eckernförder Jung und hat schon seine Lehre als Konditor von 1987 bis 1990 im Café, noch unter der Leitung von Manfred und Lieselotte (Lilo) Heldt absolviert. Seit 1994 ist er ohne Unterbrechung in der Backstube für die Herstellung von Torten, Kuchen und Gebäck zuständig. Trotz des Inhaberwechsels müssen die Eckernförder großartige Änderungen ihres Cafés, eines der ältesten Kaffeehäuser in Nordeuropa, nicht befürchten: „Von der Gemütlichkeit und von der Qualität her soll es so bleiben, wie es ist“, versichert Schulz. Auch in Zukunft stehen die Klassiker, wie Heldt-Spezialtorte, Schoko-Sahne-Torte, Lübecker Nusstorte, Käse-Sahne-Torte, Cointreautörtchen oder Schwedische Apfeltorte auf der Speisekarte. Werktags stehen 10 Torten zur Auswahl, am Wochenende sind es bis zu 20. Auch die Brötchen und das Brot werden weiterhin in der Heldtschen Backstube hergestellt. Die Idee, Brotwaren selbst zu backen, sei während der Schneekatastrophe 1978/79 aus der Not heraus geboren, verrät Armin Heldt, da es damals keine Brötchen mehr zu kaufen gab.

Unterstützt wird Thomas Schulz von Ehefrau Silke (40), die ebenfalls im Café Heldt ihre Ausbildung als Konditorin (1991 bis 1994) absolviert hat. Im Kaffeehaus haben sich beide kennen- und liebengelernt und später geheiratet. Das Paar hat drei Söhne (11, 16 und 17 Jahre).

16 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, werden von Schulz übernommen. Auch die Inneneinrichtung bleibt, so können die Gäste auch in Zukunft auf den Biedermeier-Schaufelstühlen Platz nehmen. Allein Katharina und Armin Heldt werden sich umstellen müssen. „Das ist ab Januar nicht mehr unser Laden“, so Katharina Heldt. Der ovale Familientisch vor der Backstube, an dem sie sonst gefrühstückt haben, wird entfernt. An seine Stelle tritt ein neuer Rezeptionstresen für die Hotelgäste.

Café Heldt, geöffnet täglich von 8.30-18 Uhr, 1. Januar geschlossen

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erstellt am 30.Dez.2016 | 05:26 Uhr

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