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Drachen-Spektakel : Buntes Drachenspiel am blauen Himmel

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

40 Drachenflieger sorgten am Himmel über Waabs für ein farbenprächtiges Spektakel

Zum achten Mal trafen sich Drachenflieger aus ganz Deutschland am Wochenende auf der Wiese des Campingplatzes der Familie Heide in Kleinwaabs. Bernd Telkamp, Inhaber des „Drachenladens“ auf dem Campingplatz, hatte eingeladen und 40 aktive Drachenflieger kamen gerne in den Norden, um an diesem Wochenende gemeinsam Spaß zu haben und ihrem Hobby zu frönen. Noch zur Wochenmitte regnete es ununterbrochen, doch pünktlich zur Veranstaltung am Sonnabend besserte sich das Wetter und ließ die bunten Drachen bei Sonne und Wind an einem blauen Himmel tanzen.

„Drachenfliegen ist ein Familienhobby“, sagte Frank Hagedorn, der mit seiner Frau Ulrike und Sohn Sascha aus Münster angereist war. Von Ostern bis Oktober fährt er mit seiner Familie durch ganz Nord-Europa und nimmt an den verschiedensten Drachenflieger-Events teil. Als einer der Organisatoren des Drachenfestes in Kleinwaabs hatte er nicht nur eine farbenprächtige Auswahl seiner Drachen mitgebracht, er sorgte auch unterhaltsam für Kurzweil unter den Besuchern. Für die Kleinsten wurde eine „Bonbonfähre“ in Gang gesetzt, das heißt ein purpurfarbener Dreieckdrachen zog einen orangefarbenen und mit Bonbons gefüllten Beutel hoch in den Himmel und stoppte an einem an der Leine angebrachten Hindernis, so dass sich der Beutel leerte und die Süßigkeiten über die Kids hinabregnen ließ. Die Begeisterung der Mädchen und Jungen daran war so groß, dass dieser Bonbonregen mehrfach wiederholt werden musste. Das gleiche Spiel in etwas abgewandelter Form sollte dann mit einem rohen Ei für die „großen“ Drachenfest-Besucher erfolgen, allerdings hielt sich hier der Enthusiasmus verständlicherweise in Grenzen.

Das Interesse der Erwachsenen konzentrierte sich dann doch eher auf die kunterbunten fliegenden und aus Spinnaker-Nylon gefertigten Himmelsfiguren, denn die Drachenbauer hatten ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Malte Reimer aus der Nähe von St. Peter Ording hatte neben seinen Riesenponys auch einen Trilobite – ein urzeitliches Wasserinsekt - in Regenbogenfarben dabei, an dem er einen ganzen Winter lang in jeder freien Minute gebastelt hat. „So an die 150 Arbeitsstunden haben wir für diesen Drachen mit Sicherheit geleistet“ erzählt er, und, dass er das erste Mal an diesem Drachenfest in Kleinwaabs teilnimmt.

Ein weiteres optisches Highlight der Veranstaltung in Form einer vierzigteiligen Windspiel-Welle wurde von Clara Kuhn präsentiert. Clara Kuhn stammt aus Großbritannien und hat die Freude am Drachenbauen und –fliegen von Kindesbeinen an gelernt, da sie ihren Vater beim Drachenfliegen im ganzen Land immer begleitete. Beim diesjährigen Drachenfest zeigte sie mit der Welle, die insgesamt eigentlich aus 100 Teilen besteht, ein Werk des französischen Künstlers Michel Bouchard, der mit seiner Firma Eolia Concept bereits viele ähnliche Windspiele produziert und vorgeführt hat.

Wer nun nach diesem Wochenende auf den Geschmack gekommen sein sollte und die bevorstehenden Wintermonate wie alle Drachenflieger und -bauer nutzen möchte, wird auf der website von Frank Hagedorn www.ftail.de fündig. Dort kann man sich Informationen für dieses interessante Hobby holen und erfahren, wie ein Drachen oder ein Windspiel entsteht. Den Unterschied zwischen beiden erläuterte Frank Hagedorn so : „Ein Drachen ist etwas, was selber fliegt, ein Windspiel benötigt einen Hebedrachen.“

Die Organisatoren hatten für alles bestens gesorgt: ein Getränke- und Wurststand sorgten für das leibliche Wohl, eine Hüpfburg für die Unterhaltung und Bewegung der Kinder, der Live-Auftritt von Big Harry’s Band am späten Nachmittag und ein abendliches Feuerwerk bildeten den perfekten Abschluss des Kleinwaabser Drachenfestes in diesem Jahr.  







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