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Eckernförder Zeitung

18. November 2017 | 15:04 Uhr

Blickfang : Bunte Vielfalt in Stoff

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Ausstellung im Hause Ohms zeigt traditionelle und moderne Quilts

von
erstellt am 24.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Sie sind ebenso Blickfang an der Wand wie wärmende Decke – Quilts. Ursula Battke aus Eckernförde und Marion Wettberg aus Altenholz fertigen seit vielen Jahren immer wieder neue Exemplare an. Eine Auswahl von 50 ihrer Arbeiten zeigt die neue Ausstellung auf der Ohms-Galerie, die am Sonnabend eröffnet wird.

Wer den Raum betritt ist sofort gefangen von der Vielfalt der Stoffe und Farben, die die aus drei Schichten zusammengenähten Kunstwerke ausmachen – und beeindruckt von den ungezählten Stunden Handarbeit, die in jedem Stück stecken müssen. Wie viel Zeit in jeden einzelnen geflossen ist, kann weder Ursula Battke noch Marion Wettberg sagen. „Die Nähmaschine steht ständig auf dem Tisch“, verrät sie. Manchmal seien mehrere Quilts parallel in Arbeit. Zu ihrem Hobby gekommen ist die Altenholzerin Anfang der 90er Jahre über einen Kursus an der Volkshochschule. „Ich hatte immer schon Freude am Handarbeiten, habe gestrickt, gestickt und genäht. Und dann habe ich die Chance ergriffen, etwas Neues kennen zu lernen“, sagt Wettberg. Und das Neue ließ sie nicht mehr los. Ähnlich kam Ursula Battke zum Quilten: Als ihre Familie in den 80er Jahren nach Annapolis bei Washington/USA zog, stieß sie in einem Stoffgeschäft auf die Decken und ließ sich von den Amish People in die Kunst der Herstellung einweisen. Wie für Marion Wettberg ist es auch für sie faszinierend, aus einem Grundgedanken etwas Neues zu entwickeln. Dabei lässt sie sich von den Stoffen inspirieren.

Sich von den Quilts, die sowohl Tages- als auch zusätzliche Bettdecke, Wandbehang oder Zierde fürs Sofa sein können, zu trennen, fällt den beiden Frauen nicht leicht. „Aber es werden zu viele“, sagt Ursula Battke und lacht. Einige könne sie erst in ein paar Jahren hergeben. „Wenn ich die Stoffe zum Beispiel in Indien erhandelt habe, dann muss ich mich erst abnabeln“, erklärt die Eckernförderin und zitiert einen Gästebucheintrag eines Besuchers einer früheren Ausstellung: „Der Gedanke an den Verkauf von Dingen, die man selbst gestaltet und zu denen man eine emotionale Bindung aufgebaut hat, assoziiert hadernde Aspekte. Einerseits legt man viel von seinem Ich ins Werk hinein, andererseits sollen sich diese ,Kinder’ draußen im Leben bewähren. Die Ablösesumme sollte deshalb angemessen sein, um den Trennungsschmerz zu lindern.“

 

> Die Ausstellung wird am Sonnabend um 11 Uhr auf der Ohms-Galerie eröffnet und ist bis zum 20. August montags bis freitags von 8 bis 18.30 Uhr, sonnabends von 9 bis 14 Uhr zu sehen. Neben Quilts gibt es zur Eröffnung auch Taschen und Sets in dieser Technik.

 

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