Vor Damp und Port Olpenitz : Bundeswehr verschiebt Sprengversuche in der Ostsee auf Herbst

Sprengtests am 9. März 2010 auf der Ostsee vor Eckernförde: Naturschützer befürchten negative Auswirkungen unter anderem auf Schweinswale, Laichgebiete von Dorschen und eine Uferschwalbenkolonie. /Archiv

Sprengtests am 9. März 2010 auf der Ostsee vor Eckernförde: Naturschützer befürchten negative Auswirkungen unter anderem auf Schweinswale, Laichgebiete von Dorschen und eine Uferschwalbenkolonie.

Grund für die Verschiebung der umstrittenen Tests seien Lieferschwierigkeiten eines Herstellers von Spezialanfertigungen.

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16. April 2018, 12:49 Uhr

Damp/Kiel | Die Bundeswehr verschiebt ihre geplanten Sprengversuche in der Ostsee vor Damp und Port Olpenitz von Mai auf den Herbst. Dies bestätigte eine Sprecherin der Wehrtechnischen Dienststelle in Eckernförde am Montag. Zunächst hatten die „Kieler Nachrichten“ darüber berichtet. Das Ganze werde nun im Oktober stattfinden, sagte die Sprecherin. Grund für die Verschiebungen seien Lieferschwierigkeiten eines Herstellers von Spezialanfertigungen.

Die Pläne für Sprengversuche und den Beschuss einer ausgemusterten Fregatte hatten massive Proteste bei Umweltschützern und in Kommunen an der Küste ausgelöst. Die Bundeswehr will in ihrem Sperrgebiet erproben, wie sich Sprengungen im Umfeld und Beschuss aus der Luft auf eine Fregatte auswirken. Dazu soll die außer Dienst gestellte Fregatte „Karlsruhe“ dienen, die dafür mit Sensorik ausgerüstet wird.

Die Tests sind laut Bundeswehr notwendig, um den Schutz der Schiffsbesatzungen auch künftig sicherzustellen. Umweltschützer befürchten unter anderem negative Auswirkungen auf Schweinswale, auf die Laichgebiete von Dorschen und auf eine große Uferschwalbenkolonie an der Ostseeküste. Die Bundeswehr hat versichert, alle Umweltschutzvorgaben zu beachten.

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